Mobbing, Ausgrenzung und undemokratische Verhältnisse an der Gemeinschaftsschule „Grüner Campus Malchow“

E-Mail und Brief an Herrn Wüstenberg von der Schulaufsicht Berlin Lichtenberg
Berlin, 30. April 2016 (per Brief) bzw. 02. Mai 2016 (per E-Mail)


Sehr geehrter Herr Wüstenberg,Schulaufsicht Berlin Lichtenberg Mobbing

mit meiner heutigen Nachricht möchte ich mich nochmals an Sie wenden, um Sie über den weiteren Verlauf der Mobbing- und Ausgrenzungskampagne gegen unseren Sohn an der Gemeinschaftsschule “Grüner Campus Malchow” in Kenntnis zu setzen.

In meiner Mail vom 15. März 2016 (s.u.) hatte ich Sie über die akute und bedrohliche Situation informiert und Sie um Ihre Hilfe gebeten. Leider habe ich von Ihnen bisher keine Antwort erhalten und es ist auch nicht ersichtlich, in welcher Form Sie in diesem Fall tätig geworden sind. Das von mir vorgeschlagene Schlichtungsgespräch zur NPD-Werbemail des Schulleiters vom 27. Februar 2016 fand am 17. März 2016 zwar statt, führte aber auf der Ebene der Erwachsenen nicht zu einer Deeskalation, sondern fachte den Konflikt durch die Äußerungen des Schulleiters und des eingesetzten Psychologen erst richtig an (s. Schlichtungsgespräch am Grünen Campus Malchow vom 17.03.2016, s.a. meine E-Mail an Sie vom 15.03.2016).

Herr Barthl nutzte bereits die zuvor tagende Gesamtelternvertretungsversammlung, um sein Verhalten nicht nur zu rechtfertigen, sondern auch zu begründen, weshalb er sich für die Weiterleitung von Werbematerialien der NPD, nicht zu entschuldigen braucht. Die hervorgebrachten Argumente des Schulleiters und seiner Mitarbeiter, habe ich ausführlich dokumentiert und ich möchte Sie bitten, die Unterlagen zur Kenntnis zu nehmen, da Sie zeigen, dass der Schulleiter T. Barthl beim Lehrpersonal als auch bei den Eltern gegen mich Front gemacht hat und es auch nicht unterlassen hat, die Tatsachen zu verfälschen, um seinen Argumenten Glaubwürdigkeit zu schenken (Stellungnahme zur GEV vom 10. März 2016).

Derzeit warten die ElternvertreterInnen seit Wochen auf ein Protokoll der GEV-Versammlung vom 10. März 2016, das von der Vorsitzenden, Frau Zimmer, beharrlich zurückgehalten wird, vermutlich weil es transparent macht, wie die Schulleitung, das Lehrpersonal und die Eltern der Gemeinschaftsschule “Grüner Campus Malchow” gegen Kritiker vorgehen. Einen kleinen Teil dieser Versammlung habe ich in der Stellungnahme zur GEV vom 10. März 2016 bereits veröffentlicht und auch in meinem Schreiben an die GEV-Vorsitzende zur Protokollfälschung auf diverse unsachliche und diskriminierende Wortmeldungen hingewiesen (Verdacht auf Protokollfälschung der GEV-Versammlung vom 10. März 2016).

Mein Sohn konnte glücklicherweise durch das Engagement von Herrn Linne von der Beschwerdestelle beim Senat von Berlin unmittelbar vor diesen Auseinandersetzungen und dem auf ihn ausgeübten Druck geschützt werden und er fand vorübergehend eine neue schulische Heimat in der “Gustave-Eiffel-Schule” in Prenzlauer Berg, wo er sich von Anfang an sehr wohl gefühlt hat. Mittlerweile ist unser Sohn allerdings zum “(…) Gymnasium” gewechselt.

Uns ist bisher vollkommen unklar, wie es zu einer derartigen Entwicklung kommen konnte, die unseren Sohn zu einem Opfer von Mobbing und Ausgrenzung gemacht hat. Es war für uns undenkbar, dass ein Schulleiter vor den Augen der Schulaufsicht, der Schulleitung und des Lehrpersonals Gewalt duldet und bagatellisiert und dabei die Eskalation in Kauf nimmt, die dazu geführt hat, dass ein 12-jähriger die Schule aufgrund von Mobbing und Ausgrenzungen verlassen muss! Und dies nur, weil seine Eltern deutliche Kritik am Fehlverhalten des Schulleiters T. Barthl formuliert hatten und diesen zur Stellungnahme aufforderten!

Wir hoffen sehr, dass dieses Verhalten des Schulleiters der Gemeinschaftsschule “Grüner Campus Malchow” zu Konsequenzen führen wird. Es werden immer mehr Stimmen laut, die von Angst, Mobbing und Gewalt in ihren Klassen sprechen. Aufgrund der bisherigen Erfahrungen der letzten Monate traut sich aber kaum jemand, über Konflikte und Probleme an dieser Schule öffentlich zu sprechen.

Diese Zustände dürfen nicht länger geduldet und ignoriert werden!

Wir möchten gern erfahren, welche Maßnahmen Sie konkret in unserem Fall ergriffen hatten, um weitere Attacken abzuwenden und welche Konsequenzen die Schulaufsicht Lichtenberg für das forcierte ausgrenzende Verhalten der Schulleitung gezogen hat. Für eine zeitnahe Benachrichtigung wären wir Ihnen sehr dankbar.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Mantey

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Anlagen als PDF

AW Protestmail Mobbing und Verleumdung
Das Klärungsgespräch vom 17. März 2016
Protestmail Mobbing und Verleumdung
Stellungnahme zur GEV vom 10. März 2016
Verdacht auf Protokollfälschung der GEV-Versammlung vom 10. März 2016
Vorbereitung zur Protokollfälschung der GEV-Versammlung

Anlagen als Link

AW Protestmail Mobbing und Verleumdung
Das Klärungsgespräch vom 17. März 2016
Protestmail Mobbing und Verleumdung
Stellungnahme zur GEV vom 10. März 2016
Verdacht auf Protokollfälschung der GEV-Versammlung vom 10. März 2016
Vorbereitung zur Protokollfälschung der GEV-Versammlung

Schlichtungsgespräch am Grünen Campus Malchow

E-Mail vom 15. März 2016
an die Beschwerdestelle der Senatsverwaltung


Sehr geehrte Damen und Herren,

am Donnerstag werden wir uns am Grünen Campus Malchow gemeinsam mit Herrn Dr. Steininger, Herrn Barthl, der GEV-Vorsitzenden Frau Z. und
weiteren Parteien, die sich zum Thema der NPD-Werbeaktion des
Schulleiters verständigen wollen, treffen.

Als mir Herr Barthl den Termin am Donnerstag vorschlug, teilte er mir
auch mit, dass er gern noch weitere Kollegen in der Runde haben möchte.

Ich teilte ihm daraufhin mit, dass ich sehr gerne Herrn P. in
der Runde hätte. Herr Barthl teilte mir mit, dass dies von der Schulbehörde nicht gewünscht sei. Mich hat diese Auskunft etwas
irritiert und deshalb möchte ich mich erkundigen, ob diese Aussage
tatsächlich von Ihnen geäußert wurde? Falls das stimmt, wäre ich auch
für eine Begründung sehr dankbar.

Ich möchte Sie bitten, auch Herrn P. zu dieser Runde einzuladen.

Auch er hat massive Kritik an der NPD-Werbeflyermail geäußert und wurde von Lehrern und Elternvertretern angegriffen. Mein Offener Brief war u.a. eine Folge der einseitigen Äußerungen aus der Lehrerschaft  des
Grünen Campus Malchow.

Mittlerweile kommt für mich ein weiterer Grund hinzu, Herrn P.
in eine solche Klärungsrunde einzuberufen. Seit Freitag der letzten
Woche ist mein Sohn einer massiven Mobbing- und Ausgrenzungskampagne ausgesetzt, die starke Ähnlichkeiten mit den Mobbingattacken gegen den Sohn der Ps. hat.

Hier melde ich auch für Donnerstag einen weiteren Klärungswunsch an,
denn mein Sohn konnte seit Montag nicht mehr in die Schule gehen.

Eine entsprechende Mitteilung ist soeben auch an Herrn Wüstenberg von
der Schulaufsicht gegangen.

Ich würde mich freuen, wenn Sie meinem Wunsch entsprechen und auch Herrn P. zu unserem Schlichtungsgespräch einladen könnten.

Mit freundlichen Grüßen

C. M.

Anlage

Mail an Herrn Wüstenberg: Mobbing und Ausgrenzung gegen unseren Sohn am Grünen Campus Malchow

Grüner Campus Malchow – Im Anhang: NPD-Beitritt

E-Mail vom 6. März 2016
an die Beschwerdestelle der Senatsverwaltung


Sehr geehrte Damen und Herren,

heute wende ich mich an Sie als ein Elternteil am Grünen Campus Malchow.

Ich habe, wie viele andere Eltern auch, am Samstag, den 27. Februar 2016 eine E-Mail des Schulleiters Herrn Tobias Barthl erhalten, die uns über die Demonstration der NPD in Hohenschönhausen informieren sollte.

In dieser E-Mail befanden sich zwei Flyer der NPD mit weiterführenden Informationen zum Beitritt in diese Partei, Fördermitgliedschaft und Kontaktdetails zur NPD-Zentrale in Lichtenberg.

Diesen Anhang fanden mehrere Eltern problematisch und haben den Schuldirektor darauf hingewiesen. Auch ich habe einige Stunden später Herrn Barthl auf den höchst kritischen Inhalt aufmerksam gemacht und kurze Zeit später vom Schulleiter die folgende Antwort erhalten:

„Herr Mantey,
diese Unterstellungen gehen zu weit. Ich werde das Rechtsamt
einschalten!
T. Barthl“

Mittlerweile hat sich auch ein Teil der Lehrerschaft solidarisch gegenüber dem Schulleiter positioniert. In diesen Solidaritätsbekundungen findet sich leider überhaupt keine Stellungnahme der Lehrerschaft zum Mailinhalt des Schulleiters.

Auch Herr Barthl hat bis zum heutigen Tag zu den Vorwürfen geschwiegen.

Dass der Schulleiter nicht nur der fragenden und irritierten Elternschaft Antworten schuldig geblieben ist, zeigt auch der Artikel „Im Anhang: NPD-Beitritt“ in der TAZ vom 2. März 2016.

Diese Entwicklungen halte ich für sehr problematisch und habe deshalb einen Offenen Brief an die Schulleitung, die Lehrer*innen, Eltern- und Schüler*innen des Grünen Campus Malchow verfasst und veröffentlicht.

In diesem Brief habe ich versucht, die Problematik aus meiner Sicht zu beschreiben und darzustellen. Sie finden meinen Offenen Brief als PDF-Dokument im Anhang dieser Mail.

Ich habe diesen Brief auch auf der Internetseite der Elternschaft des Grünen Campus Malchow veröffentlicht. Sie finden den Brief und die bestehenden Querverweise auf der folgenden Seite:

Offener Brief an die Schule Grüner Campus Malchow

Ich möchte Sie bitten, den Fall zu prüfen und den Schüler*innen, Lehrer*innen und Eltern bei einer friedlichen und wertfreien Konfliktlösung zu helfen.

Ich danke Ihnen für Ihre Unterstützung und sende freundliche Grüße

C. Mantey

P.S.: Diese Mail wurde auch an den Schulleiter Herrn Barthl, der
vorsitzenden Sprecherin der GEV Frau Z. und der Klassenlehrerin Frau S. versandt.