Betrifft: Newsletter / Montagsinfo des Schulleiters

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Am Montag ist Montagsinfo-Tag. Eltern des Grünen Campus Malchow erhalten einmal wöchentlich Schulinformationen per E-Mail vom Schulleiter, wenn sie sich über die Internetseite des Grünen Campus Malchow in die Mailingliste eintragen. In den letzten Monaten kam es immer wieder zu inhaltlicher Kritik an diesem Newsletter und wir wollen in diesem Beitrag einige Vorschläge machen, um den Informationsfluss am Grünen Campus Malchow zu verbessern und Vorschläge machen, um den Newsletter des Schulleiters auf rechtlich sichere Beine zu stellen.

Wer heutzutage einen Newsletter anbietet ist genötigt, etliche gesetzliche Voraussetzungen zu erfüllen. Hierzu zählt auch, dass der Urheber für die Inhalte verantwortlich ist und gemacht werden kann. Auch das Ab- und Anmeldeverfahren unterliegt gesetzlichen Vorschriften. Die Montagsinfo des Schulleiters enthält immer die Aufforderung, in den Schulverein einzutreten und immer wieder findet sich Werbung für Firmen (Radiosender, Sparkasse o.ä.). Von den vermutlich versehentlich versendeten NPD-Flyern wollen wir hier einmal absehen. Feststeht, dass es sich bei der Montagsinfo nicht um reine Informationen der Schule handelt, sondern eindeutig von E-Mail-Werbung gesprochen werden kann.

Wir wollen in diesem Beitrag zeigen, welche Anforderungen ein Schulnewsletter aus rechtlicher Sicht haben sollte und welche inhaltliche Ausgestaltung wir uns als Eltern wünschen. „Betrifft: Newsletter / Montagsinfo des Schulleiters“ weiterlesen

Verdacht auf Protokollfälschung der GEV-Versammlung vom 10. März 2016

E-Mail vom 24.04.2016 an die GEV-Vorsitzende
s.a. E-Mail „Vorbereitung zur Protokollfälschung der GEV-Versammlung


Sehr geehrte Frau Zimmer,

mit meiner E-Mail vom 18. April 2016 Vorbereitung zur PROTOKOLLFÄLSCHUNG der GEV-Versammlung vom 10. März 2016 kurz vor der Gesamtelternversammlung am 19. April 2016 habe ich Ihrem Vorhaben widersprochen, das bereits vorhandene Protokoll der GEV-Versammlung vom 10. März 2016 den Elternvertreter*innen vorzuenthalten und den darin vorhandenen Inhalt zu verändern, zu löschen bzw. zu kürzen, wie Sie es in Ihrer E-Mail vom 17. April 2016 vorgeschlagen hatten.

Sie bringen sich mit Ihrem Verhalten zum wiederholten Male in den Verdacht, nicht im Interesse der Eltern zu handeln, für deren Vertretung Sie sich wählen ließen, sondern andere Ziele zu verfolgen, die uns im Verborgenen bleiben. Eine Rechtsgrundlage für das Zurückhalten des Protokolls, über deren Bestätigung und Kontrolle allein das beschlussfähige GEV-Gremium zu entscheiden hat, entzieht sich meiner Kenntnis.

In Ihrem Antwortschreiben auf meinen Widerspruch schreiben Sie den Elternvertreter*innen und mir, dass es IHNEN nicht um Zensur ginge, sondern um die Frage, ob wir Gefühle und Zwischenrufe im Protokoll haben wollen oder nur Inhalte. In Ihrer E-Mail zur Einladung zur GEV-Versammlung vom 17. April schreiben Sie, dass wir emotionale und mitunter auch nicht-sachliche Diskussionsbeiträge hatten.

Ich kann mir nicht erklären, wie wir Ihnen, Frau Zimmer, als Gesamtelternvertreterin das Recht zusprechen können, zu entscheiden, welche Beiträge als Zwischenruf und welche als emotional und unsachlich gewertet werden sollen, um Sie dann dazu zu ermächtigen, diese Wortbeiträge aus dem Protokoll zu entfernen oder sie zu verändern. Ich kann Ihnen hier gern einige Beispiele unsachlicher Beiträge nennen, die ich unbedingt und in einer möglichst ausführlichen Form im Protokoll sehen möchte.

Der von Herrn Barthl beantragte und von uns genehmigte Tagesordnungspunkt zur NPD-Mail des Schulleiters vom 27. Februar 2016, gab dem Schulleiter die Gelegenheit, sich für die Weiterleitung von NPD-Werbematerialien zu entschuldigen und zu diesem Fehlverhalten Stellung zu nehmen. Dies hat er aber nicht getan, sondern stattdessen sein Handeln auch noch gerechtfertigt. Ich bin in meiner Stellungnahme auf diesen Wortbeitrag des Schulleiters bereits ausführlich eingegangen (s. NPD-Flyer-Mail und Stellungnahme des Schulleiters).

In diesem Zusammenhang erscheinen mir auch die Wortbeiträge von Frau N. Peters und Herrn Schachmann sehr wichtig , die als Vertreter*innen der Lehrerschaft vorgestellt wurden. Auch Ihre Ausführungen rechtfertigten die Weiterleitung von NPD-Werbematerialien und hinterließen mit ihrem Beitrag bei uns den Eindruck, dass nicht nur ein Teil der Lehrerschaft hinter dem Schulleiter steht, sondern das gesamte Lehrpersonal des Grünen Campus Malchow. In meinem Offenen Brief bin ich besonders ausführlich auf diese einseitige Ehrenbekundung der sich solidarisch erklärenden Lehrerschaft eingegangen und habe hier eine differenzierte und sachliche Stellungnahme eingefordert (s. Offener Brief vom 6. März 2016 – Finden Lehrer*innen des Grünen Campus Malchow Parteiwerbung für die NPD-Neonazis in Ordnung?). Herr Schachmann machte sogar noch deutlich, wie gefährlich öffentliche Kritik an einen Schulleiter ist und dass wir alle daran denken sollten, dass wir unsere Kinder schützen müssen.

Der stellvertretende Schulleiter Herr Negraszus bezog sich u.a. auf den aus der Arbeitsgruppe Schulqualität hervorgegangenen Schlagwortwolkenflyer und forderte von mir und den kritischen Eltern, dass sie sich doch zuerst an diese selbst formulierten Vorgaben halten sollten. Auch eine Internetseite sei Mobbing wurde behauptet. Herr Negraszus verlas dann noch Textbausteine, die kritische Eltern dem Schulleiter auf die NPD-Mail hätten zusenden können, um dann von ihm eine Antwort zu erhalten.

Von Sachlichkeit war hier kaum eine Spur. Die Elternvertreter*innen und ich können nicht ermessen, wie Sie diese Beiträge einordnen, aber es obliegt keinesfalls Ihrer Befugnis, hier in irgendeiner Form Einfluss zu nehmen.

Ich denke, dass diese Beispiele ausreichen, um Ihnen zu zeigen, dass ich und mit Sicherheit auch ein Teil der Elternvertrer*innen Ihrer Urteilskraft in dieser Hinsicht misstrauen. Sie sollten sich auch vergegenwärtigen, dass es hier um Mobbing gegen einen Schüler geht, der von seinen Mitschülern für die Kritik seines Vaters an den Schulleiter verantwortlich gemacht wurde. Diese ausgeübte Gewalt wurde vom Lehrpersonal und vom Schulleiter Herrn Barthl trotz mehrmaliger Hinweise geduldet und durch offensichtliches Fehlverhalten gefördert.

Es kann auch nicht in Ihrem Interesse sein, hier Tatsachen zu verheimlichen oder zurückzuhalten, die im Zusammenhang einer Mobbing- und Ausgrenzungskampagne stehen. Ich muss Ihnen nicht ausführen, was die Duldung und Ausübung von Gewalt an Schutzbefohlene für Konsequenzen haben kann.

Herr Barthl hat seine ganz eigene Erklärung für das Mobbing an unserem Sohn bereits hinreichend formuliert. Aus seiner Sicht bin ich selbst für die Gewalt an unserem Sohn verantwortlich. Er begründet dies u.a. damit, dass mein Offener Brief auch an die Schüler*innen gerichtet gewesen ist. Ferner sieht er in den Angriffen gegen unseren Sohn kein Mobbing, da es sich bei den Vorfällen um ein ganz normales Verhalten von Schüler*innen des Grünen Campus Malchow handelt (s. Klärungsgespräch vom 17. März 2016 – Mobbing und AW: Protestmail – Mobbing und Verleumdung).

Sehr geehrte Frau Zimmer, Sie sind in den letzten Monaten immer wieder aus unterschiedlichsten Gründen in die Kritik geraten. Ich würde Ihnen sehr gern den Vorwurf der Urkundenfälschung ersparen, aber Ihr Verhalten lässt leider keinen anderen Verdacht mehr zu. Sollte ein solcher Straftatbestand auch von der Gesamtelternvertretung genehmigt oder geduldet werden, hätten Sie den nächsten Skandal auf den Tisch der Gesamtelternvertretung gezaubert.

Ich fordere Sie zum wiederholten Male auf, den GEV-Mitgliedern und mir das Protokoll der GEV-Versammlung vom 10. März 2016 unverändert, wie es von Herrn W. erstellt wurde, umgehend zur Verfügung zu stellen.

Mit freundlichen Grüßen

C. Mantey

Vorbereitung zur Protokollfälschung der GEV-Versammlung

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E-Mail an die Elternvertreter*innen des Grünen Campus Malchow
vom 19. April 2016


Sehr geehrtes GEV-Gremium,
liebe Elternvertreterin, lieber Elternvertreter,
liebe Eltern und Schüler*innen der Gemeinschaftsschule Grüner Campus Malchow,

am Sonntag, dem 17. April 2016 erreichte uns eine E-Mail der Gesamtelternvertreterin Frau Zimmer mit der Einladung zur nächsten GEV-Versammlung am Dienstag, den 19. April 2016.

Wir werden in dieser E-Mail darauf hingewiesen, dass noch kein Protokoll von der letzten GEV-Versammlung vom 10. März 2016 versandt wurde. Als Grund führt Frau Zimmer die Ausführlichkeit des Protokolls an. Sie weist uns darauf hin, dass dieses Protokoll von ihr vorab auf die Tagesordnung gesetzt wurde, um sich über den Inhalt zu verständigen. Sie schreibt, dass wir am 10.März 2016 sehr emotionale und mitunter auch nicht-sachliche Diskussionsbeiträge hatten und sie deshalb mit einer Protokoll-Kontrolle zwar nicht die alte Diskussion eröffnen, aber auch nicht die Arbeit des Protokollanten einfach löschen möchte. Die Entscheidungen für die Protokollierung von GEV-Sitzungen sollen dann für die Zukunft entschieden werden.

Wenn ich nun lese, dass dieses Protokoll vor einer Einsichtnahme der GEV-Mitgieder durch Frau Zimmer gefiltert und zensiert werden soll, habe ich Zweifel an der Rechtmäßigkeit dieser Handlung und muss davon ausgehen, dass man hier Inhalte und Tatsachen vertuschen möchte.

Da ich nunmehr auch als Elternvertreter aufgrund der Mobbing- und Ausgrenzungkampagne gegen meinen Sohn nicht mehr zur Verfügung stehe, muss ich davon ausgehen, dass Frau Zimmer das Protokoll bewusst zurückhält, um die GEV, die Schulleitung und die Lehrerschaft vor dem Vorwurf des unfairen Verhaltens gegen Kritiker*innen zu schützen.

Bereits das Protokoll der GEV-Sitzung vom 14. Januar 2016 steht unter dem Verdacht, dass dort Tatsachen unterschlagen und falsch dargelegt wurden. Frau Zimmer leitete uns dazu einen Antrag auf eine Protokolländerung weiter, die die Authentizität bzw. den Wahrheitsgehalt des Protokolls infrage stellt.

Legitimierung von Protokollfäschungen durch die GEV-Mitglieder?

Es ist nicht hinnehmbar, dass die Wutausbrüche, Äußerungen und einseitige Parteinahme für die Schulleitung, die sich gegen mein Handeln als Vater und Elternvertreter richteten, nun vertuscht werden sollen, um das GEV-Gremium zu schützen. Es wäre wünschenswert, wenn sich die Elternverter*innen endlich dafür einsetzen, dass die Schule und ihre Gremien im Sinne der Schüler*innen und Eltern handeln und nicht permanent versuchen undemokratisches, unfaires und gewalttätiges Verhalten SCHÖNZUREDEN oder zu VERSCHLEIERN.

Hiermit lege ich Widerspruch gegen dieses Verhalten ein und fordere Sie auf, das vollständige Protokoll den Elternvertreter*innen zur Verfügung zu stellen.

Wir haben ein Recht darauf zu erfahren, was sich am 10. März 2016 in der Versammlung zugetragen hat. Dies ist auch notwendig, um darlegen zu können, wie es in der Gesamtelternvertretung zugeht, wie Angst geschürt wird und wie kritische Eltern und Schüler*innen von der Schule vertrieben werden.

Es ist nicht hinnehmbar, dass ein ausführlich geführtes Protokoll eines von den Vertreter*innen gewählten Protokollanten plötzlich gekürzt werden soll. Zumal aus diesem Protokoll ersichtlich werden müsste, welche Stimmung, welches Ausgrenzungs- und Einschüchterungspotenzial in dieser Versammlung lag.

Der als Lehrervertreter vorgestellte Herr Schachmann machte deutlich, dass offene Kritik auch für die Schüler und Kinder Gefahren birgt. Frau R**** bezeichnete mich als „Idiot“ und Herr Barthl bekam Beifall für seine Rechtfertigungen zur versendeten NPD-Werbemail bzw. erhielt Zustimmungen für seine bisher ausbleibende Stellungnahme und Entschuldigung.

Ich möchte Sie darum bitten, dafür zu sorgen, dass uns das Protokoll zur Verfügung gestellt wird.

Ich beantrage hiermit die vollständige Protokollveröffentlichung vom 10. März 2016, wie sie von dem Protoklollanten Herrn W. erstellt wurde. Ein ausführliches Protokoll gibt sehr viel mehr Aufschluss über die Verfahren und Methoden der Gesamtelternvertretung und der Schule, als ein geschöntes und gekürztes Protokoll.

Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen

Christian Mantey

Internetseite – die aktive Arbeitsgruppe der Eltern des Grünen Campus Malchow

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E-Mail an die Elternvertreter*innen des Grünen Campus Malchow
vom 18. April 2016


Sehr geehrtes GEV-Gremium,
liebe Elternvertreterin, lieber Elternvertreter,
liebe Eltern und Schüler*innen der Gemeinschaftsschule Grüner Campus Malchow,

es ist Ihnen sicherlich nicht mein Beitrag entgangen, den ich am 5. April 2016 auf der Internetseite der Eltern des Grünen Campus Malchow zum Klärungsgespräch vom 17. März 2016 veröffentlicht habe.

Hierzu teile ich Ihnen mit, dass wir aufgrund der Mobbing- und Ausgrenzungskampagne gegen unseren Sohn die Schule mittlerweile verlassen haben. „Internetseite – die aktive Arbeitsgruppe der Eltern des Grünen Campus Malchow“ weiterlesen

Das Klärungsgespräch vom 17. März 2016

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am 17. März 2016 um 20.00 Uhr fand in einem Schulgebäude des Grünen Campus Malchow ein Klärungsgespräch statt, das dazu beitragen sollte, die Auseinandersetzungen, die durch die Versendung von Werbematerialien für die NPD durch den Schulleiter entstanden sind, in eine sachliche und inhaltliche Diskussion zu führen.

Nachfolgend dokumentiere ich in kurzen Zügen, wie es zu diesem Gespräch kam und wie es verlief und möchte mir und anderen helfen, die Konflikte, die Entstehung von Mobbing und Ausgrenzung am Grünen Campus Malchow besser zu verstehen und einschätzen zu können.

Einleitung

Die Versendung der NPD-Werbematerialien vom 27. Februar 2016 per E-Mail durch den Schulleiter T. Barthl stieß bei etlichen Eltern auf Irritation und ein Teil entschied sich, ihre Kritik direkt an den Schulleiter zu richten und eine Stellungnahme einzufordern (vgl. persönliche Reaktion auf die NPD-Werbe-E-Mail). Der Schulleiter reagierte auf diese Kritik entweder gar nicht oder mit Drohungen (Einschaltung des Rechtsamtes) und auch in der Presse (Tagesspiegel vom 1. März 2016) wurde weder auf ein Versehen hingewiesen noch plausible Gründe für die Parteienwerbung hervorbracht. Der Hinweis, dass die Intention unmissverständlich darin bestand, Schüler und Flüchtlingskinder davor zu bewahren, in eine Demonstration zu geraten, war offenkundig falsch, denn diese Mail führte nachweislich zu Irritationen. Nicht ohne Grund veröffentlichte der Tagespiegel und auch die TAZ einen Artikel zu diesem Thema (vgl. Im Anhang NPD-BeitrittTAZ vom 2. März 2016).

Für zwei ehemalige Eltern, die diese NPD-Werbemail auch erhielten, schien dieses Verhalten und die Stellungnahme des Schulleiters im Tagesspiegel untragbar zu sein und sie verfassten einen Offenen Brief an den Schulleiter, in dem sie unmissverständlich klar machten, dass die Inhalte (Demonstration der NPD in der Umgebung der Schule) in keinster Weise im Verhältnis zu den Botschaften (NPD-Werbung) stehen und dass die im Tagesspiegel vom Schulleiter angegebenen Gründe für die Versendung von NPD-Werbemateralien offenkundig falsch gewesen sind. Dabei wurden folgende Punkte kritisiert (vgl. Tagesspiegel vom 1. März 2016):

  1. Der NPD-Werbe-Flyer enthielt keine zusätzlichen und notwendigen Informationen.
  2. Die Demonstration befand sich nicht, wie angegeben, im näheren Umfeld der Schule.
  3. Schüler und Hortkinder konnten nicht in Gefahr kommen, da der Späthort bereits um 18.00 Uhr schließt.
  4. Flüchtlingskinder besuchen nicht den Späthort.
  5. Der genaue Verlauf der Demonstration ging nicht aus dem NPD-Flugblatt hervor, vielmehr fanden sich auf dem beigefügten Flyer die aktuellen Kontaktdaten der örtlichen NPD-Bezirkszentrale mit Facebook-Adresse, Handy-Nummer und E-Mail-Adresse der Verantwortlichen der NPD-Berlin-Lichtenberg.

Ferner wurde der Schulleiter aufgefordert, Verantwortung für sein Verhalten zu übernehmen.

Dieser Offene Brief, der auch an Elternvertreter, Lehrer und die erweiterte Schulleitung gesendet wurde, veranlasste einige der Empfänger und weitere Personen dazu, eine pauschale Ehrenerklärung für den Schulleiter abzugegeben, die weder eine inhaltliche noch eine sachliche Auseinandersetzung mit den Vorwürfen beinhaltete.

Am 3. März 2016 versendeten über 30 Lehrer, der stellvertretende Schulleiter Herr Negraszus, Eltern aus dem Kreis der GEV eine Art Textvorlage an die Verfasser des Offenen Briefes. Die E-Mails hatten in etwa den folgenden Wortlaut:

Sehr geehrte Frau P., sehr geehrter Herr P.,

mit Befremden habe ich Ihren Offenen Brief vom 3.3. zur Kenntnis genommen. Ich halte Ihre Argumentation für unangemessen und Ihre Schlüsse hinsichtlich Herrn Barthls Absichten und Gesinnung für bösartige Unterstellungen. 

U. Negraszus 
Stellvertretender Schulleiter

Diese Reaktion eines Teils der Lehrerschaft und der Schulleitung des Grünen Campus Malchow empfand ich persönlich als vergiftend, vollkommen kontraproduktiv und empörend, denn nicht die Forderung nach Verantwortung war als primär problematisch zu bewerten, sondern vor allem die Weiterleitung von Propagandamaterial der NPD durch einen Schulleiter. Die einseitige Abmahnung entrüsteter ehemaliger Eltern und die absolut uneingeschränkte Solidaritätsbekundung aus der Lehrerschaft, veranlasste mich am 6. März 2016 einen persönlichen Offenen Brief zu veröffentlichen und das Verhalten der Schulleitung und der Lehrerschaft in Frage zu stellen.

Der Konflikt um die NPD-Werbemail nahm, wie sich in der Vergangenheit bereits immer wieder gezeigt hat, den gewohnten Verlauf. Eine Stellungnahme, Auseinandersetzung, Richtigstellung oder Entschuldigung erfolgte nicht und so stehen die aufgetretenen Konflikte, Kritiken und offenen Fragen weiterhin im Raum und warten auf Beantwortung und Klärung.

Einschätzung der Konfliktsituation

Die Auseinandersetzungen zeigten bereits derart negative Auswirkungen, die sich auch auf unseren Sohn ausgewirkten, denn dieser sah sich in der Woche vor den Osterferien etlichen verbalen Attacken durch seine Mitschüler ausgesetzt, die der Schulleiter geduldet, durch sein Schweigen und durch missverständliche Äußerungen sogar befördert hat (vgl. Stellungnahme zur GEV-Versammlung vom 10. März 2016).

Der Schulleiter und die zuständige Lehrerschaft hat wissentlich zugesehen, wie sich diese Kampagne entwickelte und hat nicht die Maßnahmen ergriffen, um das Fehlverhalten der Mitschüler wirksam abzustellen.

In letzter Konsequenz konnten wir unseren Sohn nur dadurch vor den Angriffen seiner Mitschüler schützen, indem wir ihn nicht mehr in die Schule schickten.

Das Klärungsgespräch vom 17. März 2016

Das Klärungsgespräch vom 17. März 2016 sollte eigentlich dazu genutzt werden, die Konflikte und Schwierigkeiten, die sich aus der NPD-Werbemail ergaben, zu erörtern und aus dem Wege zu räumen.

Der Schulleiter nutzte dieses Gespräch aber, um sich über ganz andere Themen auseinanderzusetzen und bezog sich permanent auf Aussagen, die er im letzten Schuljahr getroffen hat (vgl. Gespräch mit der Schulleitung – 10. Juli 2015) und lenkte dadurch vom eigentlichen Thema ab. Zu einer Verständigung zum NPD-Werbemail-Konflikt kam es letztendlich nicht.

In der Antwortmail des Schulleiters (Verständigung und Denkpausen) vom 9. März teilte mir Herr Barthl mit, dass er sich noch weitere Sitzungsmitglieder für die Besprechung wünsche.

Der Schulpsychologe Herr Steininger wurde angeblich* von Herrn Linne von der Beschwerdestelle vorgeschlagen. Herr Barthl schrieb dazu:

"Seitens Herr Linne ist Herr Dr. Steininger vorgeschlagen worden."

* Diese Behauptung wurde am 18.03.2016 von Herrn Linne bereits dementiert. (Telefonat vom 18.3.2016)

Am Donnerstag, den 10. März trafen Herr Barthl, Frau Zimmer und ich uns vor der GEV-Versammlung, um einen festen Termin für das Gespräch zu vereinbaren. Herr Barthl teilte mir nochmals die Personen mit, die er bei dem Gespräch dabei haben wolle.

Ich erwiderte ihm, dass mir das eher wie ein Tribunal erscheine und bat darum, Herrn P., der ja eben auch ein Kritiker der NPD-Werbemailaktion gewesen ist und von der Lehrerschaft die oben erwähnte undifferenzierte Ehrenbekundung für den Schulleiter erhalten hatte, einzuladen.

Herr Barthl sagte mir, dass die Schulaufsicht Herrn P. nicht dabei haben möchte. Diese Äußerung verwunderte mich und ich fragte bei der Beschwerdestelle schriftlich nach. Eine Antwort erhielt ich zwar nicht, aber Herr Barthl griff gleich zu Beginn der Gesprächsrunde dieses Thema auf und teilte mit, dass ich etwas falsch verstanden habe. Er habe gesagt, dass er selbst Herrn P. nicht dabei haben wolle und dies auch sein gutes Recht sei, da Herr P. eine schulfremde Person sei (s.u).

Gesprächsteilnehmer

Name Funktion / Amt
1 Herr T. Barthl Schulleiter der Gemeinschaftsschule Grüner Campus Malchow
2 Herr U. Negraszus stellvertretender Schulleiter
3 Herr Dr. Steininger Schulpsychologe für den Bezirk Lichtenberg
4 Frau N. Peter erweiterte Schulleitung
5 Frau K. Zimmer GEV-Vorsitzende
6 Herr H. Christoph stellvertretender GEV-Vorsitzender
7 Frau J. Jacobs stellvertretende GEV-Vorsitzende
 8 Herr T. Korn Elternvertreter (Name geändert)
9 Herr M. Köhler GEV-Vertreter in der Fachkonferenz WAT
10 Herr J. Fischer GEV-Vertreter in der Teilkonferenz JÜL
11 Herr C. Mantey GEV-Vertreter in der GSV sowie in den Fachkonferenzen WAT und Informatik/ITG

Gesprächsverlauf und Inhalte

Obwohl es gar nicht Inhalt dieses Gespräches sein sollte, stellte der Schulleiter Themen zur Diskussion, die aus einem Gespräch im Juli 2015 erstellten Protokoll hervorgingen.

Diese Themen wurden nun Monate später von Herrn Barthl wieder aufgegriffen und diesmal wurde es ganz anders dargestellt, als es sich tatsächlich zugetragen hat (vgl. Protokoll vom 10. Juli 2015).

Schon bei den ersten Sätzen ist mir klar geworden, dass diese Veranstaltung als ein Beschönigungsevent und Beweihräucherungstheater für den Schulleiter missbraucht werden würde und ich meldete mich zu Wort, um mitzuteilen, dass ich die Runde verlassen werde, wenn in dieser Form weitergemacht wird.

Besprochene Themen (Petition, Ritzen und Mobbing)

Im Verlauf des Gespräches wurden einzelne Punkte aufgegriffen, die bereits Gegenstand vom 10. Juli 2015 gewesen sind und für die es bis heute einen Klärungsbedarf gibt.

Wir sahen damals u.a. die Beschulbarkeit der Klasse 7c für das nächste Schuljahr in Gefahr, kritisierten den Umgang mit einer Schülerpetition  und sahen u.a. einen massiven pädagogischen Bedarf bei dem Thema „selbstverletzendes Verhalten“.

Herr Barthl fügte dann noch das akute Thema Mobbing an meinem Sohn hinzu (s. Vorfallsprotokoll Mobbing vom 11. März 2016).

Eine Petition gegen schulische Entscheidungen

Das ignorante Verhalten des Schulleiters gegenüber einer Petition, die die Schüler der damaligen Klasse 7c im letzten Schuljahr gegen eine schulorganisatorische Entscheidung eingereicht hatten, wurde nun nachträglich durch Herrn Barthl thematisiert.

Nach seiner Auffassung hätten die Schülervertreter sich an die Gesamtschülervertretung wenden können und außerdem hätten nicht einmal alle Schüler diese Petition unterschrieben.

Mit diesem Statement degradierte er wiederholt das begründete Aufbegehren der Schülerschaft zu einer sinnlosen Tat und das Verhalten der Schüler als unzureichend. Diese Botschaft ist damals sowohl bei den Schülern als auch bei den Eltern genau in dieser Form angekommen und es ist bezeichnend, dass dies in der gegenwärtigen Gesprächrunde nochmals bestätigt wurde.

Aus internen Schulkreisen wissen wir, dass diese Petition vom Schulleiter unter „Verschluß“ gehalten wurde und darüber nicht gesprochen werden durfte.

Tastsächlich haben nicht alle Schüler diese Petition unterschrieben, allerdings alle damals anwesenden Schüler. Zwei Mitschüler waren an den zwei Tagen der Petitionsunterzeichnung nicht in der Schule und so waren es „nur“ 24 Unterschriften von 26 möglichen Unterschriften. Das sind nicht alle, aber doch wohl sehr viele.

Die Schüler hatten sich damals gar keine Veränderung der Verhältnisse ausgerechnet, aber sie hatten irgendeine Reaktion der Schulleitung erwartet, die schließlich die schulorganisatorische Entscheidung gefällt hat. Die Petition fand dann wochenlang nicht einmal Erwähnung im Klassenrat und wurde ignoriert (vgl. Petition gegen eine schulorganisatorische Entscheidung).

Selbstverletzendes Verhalten

Auch das damalig eingebrachte Thema Ritzen wurde vom Schulleiter in der Gesprächsrunde angeführt.

Hier nahm sich der Schulpsychologe Herr Dr. Steininger etwas mehr Zeit und hielt einen kleinen Vortrag über den Umgang mit selbstverletzenden Schülern (Auftreten, Verlauf etc.) sowie Mobbing und wies daraufhin, dass er für Vorträge für Lehrer, Eltern und Schüler zur Verfügung stünde.

Abschließend bot Herr Dr. Steininger an, dass wir ihn in die Pflicht nehmen könnten, wenn es darum geht, sich über das Thema selbstverletzendes Verhalten und Mobbing zu informieren.

Eigentlich hätte uns damals im Juli 2015 ein solches Angebot schon ausgereicht, um den Kindern, die mit den Wunden Ihrer Mitschüler nur schwerlich zurecht kamen, eine erste Hilfe anzubieten.

Ein Merkmal dieser Schule ist es, dass man in öffentlichen Veranstaltungen den Eindruck bekommt, dass die Schule für jedes Problem eine Anwort, einen Weg oder eine Lösung parat hat. Fragt man dann konkret nach oder ist mit einem Problem direkt konfrontiert, wird man auf andere Verantworliche verwiesen oder es wird behauptet, dass es einen Maßnahmekatalog gäbe, der allerdings nicht immer für Eltern und Schüler transparent einsehbar sei. Man solle aber darauf vertrauen, dass die Schule nicht tatenlos zuschaue.

Genau auf diese Verfahrensweise wurden wir vom Schulleiter auch nochmals in diesem Gespräch hingewiesen. Deutlich wurde aber auch, dass die Problematik durch den Schulleiter kleingeredet und bagatellisiert wird.

Wir benötigten weder damals noch heute einen Maßnahmekatalog, sondern konkrete Hilfestellungen, um die seelische Belastung der Kinder zu mildern, die das selbstverletzende Verhalten ihrer Freunde und Mitschüler ertragen mussten und immer noch müssen.

Es half und hilft niemanden theoretische Erklärungen für das Verhalten zu wiederholen und davon zu sprechen, dass es sich dabei um ein Verhalten handelt, dass in einer bestimmten Altersgruppe gehäuft auftritt und sich dann auch wieder verläuft. Auch das Notieren in Berichten und Protokollen nützt nichts.

Ich weiß jedenfalls bis heute nicht, weshalb unsere Kinder in der Schule mit Bildern konfrontiert werden müssen, die sie verängstigen und erschrecken. Ich gehe fast davon aus, dass der Schulleiter und auch die Lehrerschaft keine Ahnung davon hat, welchen Eindruck diese Bilder auf Kinder machen, die noch keine Horrorfilme oder Egoshooterspiele gesehen haben. Wenn sich die Schulleitung und auch der schulpsychologische Dienst hinstellen, um das Problem zu bagatellisieren, dann würde ich sehr gerne die Elternschaft fragen, ob die nachfolgenden Bilder für unsere Kinder der 5., 6., 7. Klasse geeignet sind und ob diese Kinder kein Recht darauf haben, zu erfahren, wie es zu solchen Selbstverletzungen kommt, wie man sich dazu verhalten und wie man vielleicht sogar helfen kann?

Damals, am 10. Juli 2015, teilte uns der Schulleiter zu diesem Thema nicht mit, welche Möglichkeiten es gibt, um den Kindern Hilfestellung zu geben, sondern er sagte, „dass es sich dabei um eine Modererscheinung handeln würde, die im Bezirk Hohenschönhausen vorkommt, aber auch wieder vergeht“.

Dass der Schulleiter nun im Nachhinein behauptet, dass es Schulsozialarbeiter für diese Fälle gibt und der Schulpsychologe seine Hilfe anbietet, ist recht informativ und kann uns im zukünftigen Umgang mit dem Thema Ritzen bestimmt weiterhelfen. Aber dies ist eben eine offizielle und öffentlich bekundete Stellungnahme, die man nach langem Kampf und unter Hinzuziehung der Öffentlichkeit dem Schulleiter abgerungen hat.

Mobbing

Dass Schulen im Allgemeinen mit dem Thema Mobbing und Ausgrenzung nicht offen umgehen wollen, da es auch die Aussenwirkung der Schule negativ beeinflussen könnte, ist nicht ungewöhnlich.

Eine Ausgrenzungs- und Mobbingkampagne

Unser Sohn engagierte sich immer wieder für Tiere und deren Schutz. Eigentlich eine ganz natürliche Sache, wenn man bedenkt, dass sich die Schule mit einem besonderen Umweltprofil schmückt. Unser Sohn fühlte sich jedenfalls von dieser Ausrichtung sehr angezogen und erhoffte dort auf Gleichgesinnte zu treffen.

Leider musste er mehrfach erfahren, dass dieses Thema weder bei seinen Mitschülern noch bei der Lehrerschaft auf besonderes Interesse stieß. Eher im Gegenteil. Im Fach Umweltlehre musste er seinem Lehrer wissenschaftliche Beweise erbringen, weil er behauptete, dass auch ein Leben ohne Fleisch und Fisch möglich sei. Der Lehrer bezweifelte diese These und nährte damit auch den Boden für weitere Anfeindungen aus der Schülerschaft.

Seine Klassenkameraden nahmen sein Engagement immer wieder zum Anlass für Sticheleien und diskriminierten ihn wegen seiner Haltung.

Mit einem Aufsatz und Vortrag über das Leben eines Kälbchens hat er standhaft auf dieses umweltrelevante Thema aufmerksam gemacht.

Wir hatten ihm nach den vielen Anfeindungen empfohlen, sich zurückzuhalten, um den Sticheleien zu entgehen. Die Mobbingkampagne ist also keine plötzliche Reaktion der Mitschüler auf die NPD-Parteienwerbung des Schulleiters und schon seit einem längeren Zeitraum immer wieder zu beobachten.

Im Zusammenhang mit dem Thema Mobbing an unserem Sohn, kam der Schulleiter bei dem Gespräch auf meine Kritik an seine NPD-Werbemail zurück und meinte, dass die Frage „Sag mal, warum behauptet dein Vater, dass Herr Barthl ein Nazi ist?„, eigentlich eine sachliche Frage sei.

Dass die implizierte Behauptung tatsächlich nie aufgestellt wurde, störte den Schulleiter in diesem Fall in keinster Weise.

Ich frage mich, weshalb meine Kritik zum NPD-Werbeflyer, die ganz privat an Herrn Barthl gerichtet gewesen ist, mit der Drohung, das Rechtsamt einschalten zu wollen, quittiert wurde? Eigentlich hatte auch ich ausschließlich sachliche Fragen gestellt, die mir bis heute nicht beantwortet wurden.

Wenn sich nun Eltern oder Schüler gegen falsche Behauptungen und Unterstellungen zur Wehr setzen wollen, soll dies nicht möglich sein und es wird sogar in Kauf genommen, dass Schüler falsche Behauptungen aufstellen können?

Aber auch die Anfeindungen der Schüler („du bist scheiße, „du Opfer“, „ich schlag dich“, „verpiss dich“ usw.) und die Ausgrenzungen an unseren Sohn waren für den Schulleiter noch kein Indiz für Mobbing, denn diese Ausdrucksweisen seien doch ein Teil des alltäglichen Sprachgebrauchs der Schüler untereinander, teilte er den Anwesenden im Gesprächsverlauf unverblümt mit.

Vielleicht sollte sich der Schulleiter und seine Unterstützer, die gern zu Bagatellisierungen greifen, die Geschichte von Amanda Todd vor Augen führen, die u.a. auch durch die Ignoranz der Erwachsenen keinen anderen Ausweg sah, als sich nach einem qualvollem Leidensweg das Leben zu nehmen.

Der Schulleiter duldet Mobbing und hat scheinbar nichts dagegen, dass andere, in diesem Fall die Schüler, die feindlichen Kritiker aus der Schule eliminieren. Opfer sind also nicht nur die kritischen Eltern, sondern vor allem auch deren Kinder, die eigentlich mit den Konflikten nichts zu tun haben.

Resümee

Es sollte niemanden verwundern, dass unser Vertrauen in die Integrität dieses Schulleiters erschüttert ist, dass wir unseren Sohn nicht mehr in den Verantwortungsbereich dieser Schulleitung überlassen können.

Unser Sohn wurde sukzessive für Mobbing und Ausgrenzungen prädestiniert. Dafür tragen auch jene Lehrer die Verantwortung, die sein soziales Engagement nicht ernst genommen und herabgewürdigt haben.

Hauptverantwortlicher der zahlreichen Konflikte ist der Schulleiter T. Barthl, der sich mit keiner Kritik ernsthaft auseinandersetzen möchte, durch seine Passivität und die Duldung von Ausgrenzung und Verleumdung ein Milieu in dieser Schule geschaffen hat, das bei Eltern und Schülern Angst schürt.

Auftrag der Schule ist es, alle wertvollen Anlagen der Schülerinnen und Schüler zur vollen Entfaltung zu bringen und ihnen ein Höchstmaß an Urteilskraft, gründliches Wissen und Können zu vermitteln.

Ziel muss die Heranbildung von Persönlichkeiten sein, welche fähig sind, (…) das staatliche und gesellschaftliche Leben auf der Grundlage der Demokratie, des Friedens, der Freiheit, der Menschenwürde, der Gleichstellung der Geschlechter und im Einklang mit Natur und Umwelt zu gestalten. (zit. SchulG Berlin – § 1 Auftrag der Schule)

Diese grundlegenden Prämissen stehen an dieser Schule in einem derart eklatantem Widerspruch zu dem tatsächlich erfahrbaren Schulleben, welche eine individuelle Entwicklung unmöglich macht, da sie auf Verängstigung und Einschüchterung beruht.

Christian Mantey

Schlichtungsgespräch am Grünen Campus Malchow

E-Mail vom 15. März 2016
an die Beschwerdestelle der Senatsverwaltung


Sehr geehrte Damen und Herren,

am Donnerstag werden wir uns am Grünen Campus Malchow gemeinsam mit Herrn Dr. Steininger, Herrn Barthl, der GEV-Vorsitzenden Frau Z. und
weiteren Parteien, die sich zum Thema der NPD-Werbeaktion des
Schulleiters verständigen wollen, treffen.

Als mir Herr Barthl den Termin am Donnerstag vorschlug, teilte er mir
auch mit, dass er gern noch weitere Kollegen in der Runde haben möchte.

Ich teilte ihm daraufhin mit, dass ich sehr gerne Herrn P. in
der Runde hätte. Herr Barthl teilte mir mit, dass dies von der Schulbehörde nicht gewünscht sei. Mich hat diese Auskunft etwas
irritiert und deshalb möchte ich mich erkundigen, ob diese Aussage
tatsächlich von Ihnen geäußert wurde? Falls das stimmt, wäre ich auch
für eine Begründung sehr dankbar.

Ich möchte Sie bitten, auch Herrn P. zu dieser Runde einzuladen.

Auch er hat massive Kritik an der NPD-Werbeflyermail geäußert und wurde von Lehrern und Elternvertretern angegriffen. Mein Offener Brief war u.a. eine Folge der einseitigen Äußerungen aus der Lehrerschaft  des
Grünen Campus Malchow.

Mittlerweile kommt für mich ein weiterer Grund hinzu, Herrn P.
in eine solche Klärungsrunde einzuberufen. Seit Freitag der letzten
Woche ist mein Sohn einer massiven Mobbing- und Ausgrenzungskampagne ausgesetzt, die starke Ähnlichkeiten mit den Mobbingattacken gegen den Sohn der Ps. hat.

Hier melde ich auch für Donnerstag einen weiteren Klärungswunsch an,
denn mein Sohn konnte seit Montag nicht mehr in die Schule gehen.

Eine entsprechende Mitteilung ist soeben auch an Herrn Wüstenberg von
der Schulaufsicht gegangen.

Ich würde mich freuen, wenn Sie meinem Wunsch entsprechen und auch Herrn P. zu unserem Schlichtungsgespräch einladen könnten.

Mit freundlichen Grüßen

C. M.

Anlage

Mail an Herrn Wüstenberg: Mobbing und Ausgrenzung gegen unseren Sohn am Grünen Campus Malchow

Mobbing und Ausgrenzung gegen unseren Sohn am Grünen Campus Malchow

E-Mail vom 15 März 2016
an die Schulaufsicht des Beziks Lichtenberg


Sehr geehrter Herr Wüstenberg,

wir melden uns heute bei Ihnen, um Ihnen einen Sachverhalt zur Kenntnis zu geben, der dazu geführt hat, dass wir unseren Sohn seit Montag nicht mehr in die Schule schicken können. Unser Sohn hat Angst und ist eingeschüchtert.

Unsere Bemühungen mit der Schulleitung und der Klassenlehrerin eine kurzfristige Lösung für dieses akute Problem zu erlangen, scheiterten. In unseren Augen kommt die Schule Ihrer Fürsorgepflicht nicht mehr nach und duldet eine Mobbing- und Ausgrenzungskampagne gegen unseren Sohn.

Erste Anzeichen von Verleumdungen meldeten wir Herrn Barthl und der Klassenlehrerin Frau S. bereits am 9. März (s. Anlage: AW: Protestmail – Mobbing und Verleumdung). Aus der Antwort des Schulleiters geht hervor, dass er die Einbeziehung der Schüler in Meinungsverschiedenheiten und Klärungsangelegenheiten der Erwachsenen und die damit verbundenen eventuellen Anfeindungen/Mobbingversuche/Verleumdungen gegenüber Schülern ablehnt und mit diesen Aktionen nichts zu tun hat.

Für uns ist dies eine erschreckende Stellungnahme gewesen, die uns den Eindruck vermittelt hat, dass der Schulleiter auch nicht vor hat, die „Aktionen“ zu unterbinden. Aus unserer Korrespondenz mit Herrn Barthl und der Klassenlehrerin geht hervor, dass die Schule nicht ernsthaft und mit allem Nachdruck gegen Verleumdungen, Ausgrenzungen und dem gezielten Mobbing gegen unseren Sohn vorgeht und vorgegangen ist.
Aus unserem Vorfallsprotokoll (Anlage: 2016_03_11_Grüner_Campus_Malchow_Vorfallssprotokoll-Mobbing.pdf) geht hervor, dass unser Sohn am Freitag massiven Belastungen ausgesetzt gewesen ist.

Wir bitten Sie deshalb um Ihre Hilfe und Unterstützung, damit unser Sohn bald wieder die Schule besuchen kann!

Sollten Sie nicht der richtige Ansprechpartner sein, wären wir Ihnen sehr verbunden, wenn Sie unsere Mitteilung an die entsprechenden Stellen weiterleiten und uns darüber in Kenntnis setzen könnten.

Wir danken Ihnen für Ihre Unterstützung und senden freundliche Grüße

Eltern

Aw: Mobbing und Ausgrenzungskampagne

Antwort auf Mobbing und Ausgrenzungskampange
14. März 2016, um 07:21 Uhr


Sehr geehrte Familie,

den von Ihnen geschilderten Sachverhalt nehme ich sehr ernst.
Ich muss Ihnen jedoch mitteilen, dass ich am Freitag keinerlei Anzeichen für die von Ihnen vermutete „Mobbing- und Ausgrenzungskampagne“ von N.N. Mitschülern beobachten konnte.

Aufgrund der E-Mail von Frau L. vom 11.03.2016 hielt mein Mann in der ersten Stunde der Klasse gegenüber eine entsprechende Ansprache, die von allen Schülerinnen und Schülern mit Zustimmung und Verständnis aufgenommen wurde.

In den darauffolgenden Sportstunden konnte ich mit N.N. sprechen. Er teilte mir mit, dass zwei seiner Mitschüler sich ihm gegenüber geäußert hätten, dass ihn „keiner leiden“ könne. Wir vereinbarten, dass N.N. in den nächsten drei Schulwochen ein Mobbing-Tagebuch führt.

Leider konnte ich noch nicht mit Frau K. sprechen, wie sich die Klasse in den abschließenden beiden Englisch-Stunden verhalten hat.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich erst Rücksprache mit Frau K. halten möchte. Dies ist frühestens am morgigen Dienstag möglich.
Danach bin ich gern zu einem Gespräch bereit und werde mich zwecks Terminabsprache bei Ihnen melden.

Mit freundlichen Grüßen
E. S.

Mobbing- und Ausgrenzungskampagne

Berlin, 11. März 2016
Mail an die Klassenlehrerin und an den Schulleiter Herrn Barthl


Sehr geehrte Frau S.*,

wir möchten Sie bitten, sich umgehend bei uns telefonisch zu melden.

N.N. ist heute mehrfach von seinen Mitschülern aus der Klasse wegen
des Offenen Briefes, den ich auf der Internetseite der Elternschaft
(GEV) veröffentlicht habe, beleidigt, bedroht und verantwortlich
gemacht. Es fand heute eine regelrechte Mobbing- und Ausgrenzungskampagne statt.

In seinem jetzigen Zustand wird er am Montag nicht in die Schule kommen können.

Mit freundlichen Grüßen

Eltern

Anlage: Vorfallsprotokoll

* Klassenlehrerin

 

 

Stellungnahme zur GEV vom 10. März 2016

Dokumentdownload als PDF


Sehr geehrte Schulleitung des Grünen Campus Malchow,
verehrte Lehrerinnen und Lehrer,
liebe Schülerinnen und Schüler,
liebe Eltern,

in der Gesamtelternkonferenz vom 10. März 2016 wurde u.a. zum Ausdruck gebracht, dass es einem Teil der Elternvertreter*innen und den anwesenden Lehrer*innen (Frau P. & Herr S.) nicht zusagt, dass die GCM-Eltern-Seite nur von einem kleinen Personenkreis bzw. einer Person verwaltet wird und dass auf dieser Seite Inhalte veröffentlicht werden, die den Ruf der Schule schädigen könnten und ein falsches Bild des Grünen Campus Malchow suggerieren.

Besonders deutlich wurde, dass eine Elternseite des Grünen Campus Malchow auch die Meinung der Mehrheit der Eltern oder Elternvertreter*innen widerspiegeln müsse. „Stellungnahme zur GEV vom 10. März 2016“ weiterlesen