Korrespondenz mit der GEV-Vertreterin Frau Zimmer

19. Juli 2016 – Ihre Tätigkeit als Vorsitzende der Gesamtelternvertretung im vergangenen Schuljahr

E-Mail an die GEV-Vorsitzende Frau Zimmer
Berlin, 19. Juli 2016
Aktualisiert am 2. November 2016


Sehr geehrte Frau Zimmer,

vielen Dank für Ihre „prompte“ Antwort vom 6. Juni 2016 auf meine Anfrage zur Urheberschaft des Protokolls der GEV-Versammlung vom 10. März 2016, die mich ebenso überrascht wie verwundert hat.

Nach nunmehr drei Monaten veröffentlichen Sie ein Dokument, das für eine Nachvollziehbarkeit der Ereignisse und Aussagen der GEV-Versammlung vom 10. März 2016 vollkommen unbrauchbar gemacht wurde, da es massive Mängel, eklatante Lücken und die bereits erwähnten Anonymisierungen,Falschbeurkundungen, Wertungen / Kommentierungen sowie Hervorhebungen enthält.

Mit Ihrer E-Mail vom 17. April 2016 (Einladung zur GEV-Sitzung am 19.04.2016) kündigten Sie „ein sehr ausführliches Protokoll“ an, das Sie gänzlich oder teilweise löschen wollten (s. Vorbereitung zur Protokollfälschung der GEV-Versammlung).

Obwohl Sie meine Nachfrage zur Urheberschaft des Protokolls in Ihrer E-Mail vom 6. Juni 2016 nicht direkt beantworten, müssen wir aus Ihrer Antwort schließen, dass Sie die Urheberin dieser Urkunde sind, da sich 1. der ausgewiesene Protokollant Herr Weinholz zur Urheberschaft bis heute nicht geäußert hat und 2. Sie, Frau Zimmer, zugeben, dass Sie Namen und inhaltliche Gestaltungen verändert und korrigiert haben. Ferner geben Sie zu, dass Sie das Dokument gekürzt haben.

Es wird ersichtlich, dass noch weitere Änderungen vorgenommen wurden, da dieses Dokument einen äußerst fragmentarischen Eindruck hinterlässt und die einzelnen Wortbeiträge vollkommen aus ihrem Zusammenhang gerissen wurden und auch den einzelnen Sprecher*innen nicht mehr zugeordnet werden können, da sie anonymisiert wurden.

Sie schreiben, dass Sie die Ausführlichkeit dieses Protokolls für inhaltlich schwierig hielten und lieber die Arbeitsgruppen und deren inhaltliche Arbeit in den Vordergrund weiterer Diskussionen in der GEV stellen wollten. Ich teilte Ihnen bereits in meiner E-Mail vom 24. April 2016 mit, dass Ihnen diese Form der Einflussnahme nicht zusteht.

Dass von Ihnen als vertraulich eingestufte und gekennzeichnete Protokoll der GEV-Versammlung wurde von Ihnen als Entwurf bezeichnet, das angeblich noch bestätigt und beschlossen werden muss. Ihnen ist bekannt, dass ein Protokoll wahrheitsgemäß und neutral die tatsächlichen Äußerungen und Geschehnisse darstellen muss. Die protokollierten Sachverhalte haben dem Gremium zur Verfügung gestellt zu werden.

Welches Verständnis von demokratischer Gremienarbeit liegt Ihrem Verhalten eigentlich zu Grunde?

Mittlerweile haben die Elternvertreter*innen in der GEV-Konferenz vom 10. Juni 2016 das Protokoll einstimmig bestätigt, obwohl den Anwesenden bekannt gewesen ist, dass dieses Protokoll massive Mängel aufgewiesen hat (vgl. E-Mail vom 6. Juni 2015: Auskunft zur Urheberschaft des Protokolls zur GEV-Versammlung vom 10. März 2016).

Sehr geehrte Frau Zimmer,

Ihre Arbeit als GEV-Vorsitzende durchzieht ein roter Faden, der mit einem höchst unfairen und undemokratischen Verhalten einhergeht.

Es begann mit Ihrer Wahl zur Gesamtelternvertreterin am Anfang dieses Schuljahres, bei der Sie sich durch den Schulleiter unrechtmäßig zur Wahl vorschlagen ließen, obwohl Sie zu diesem Zeitpunkt nicht einmal eine gewählte Elternvertreterin gewesen sind.

Gefolgt von Ihren höchst unfairen Amtshandlungen in den ersten Wochen dieses Schuljahres, u.a. durch das Zurückhalten der Ihnen zur Verfügung gestellten Kontaktlisten der Elternvertretung der Klasse 10b. Sie verhinderten damit u.a. wochenlang die Bekämpfung von Vandalismus auf den Schulhöfen des Grünen Campus Malchow. In  den letzten Monaten missbrauchten Sie Ihr Amt, um Protokolle zurückzuhalten und daran Fälschungen vorzunehmen, um die geduldeten und forcierten Mobbing- und Hetzkampagnen des Schulleiters und der Lehrerschaft zu decken.

Wenn ich davon ausgehen könnte, dass Sie eine vollkommen unerfahrene GEV-Vorsitzende wären, dann könnte ich Ihnen sicherlich die eine oder andere Verfehlung, die Sie sich in den letzten Monaten erlaubt haben, entschuldigen.

Wie ich aber jetzt erfahren habe, sind Sie weder in der schulischen noch in der politischen Arbeit unerfahren. Vielmehr verfügen Sie über langjährige Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit dem Schulleiter Herrn Barthl und als GEV-Vorsitzende an der Gemeinschaftsschule Grüner Campus Malchow sowie durch Ihre Tätigkeit als bezirksverordnete Politikerin in der BVV-Berlin-Lichtenberg im Jahre 2006 für die damalige Partei des Demokratischen Sozialismus (PDS). Auch 2016 kandidierten Sie wieder für die Wahlen zur Bezirksverordnetenversammlung in Berlin-Lichtenberg für die Partei Die Linke.

Vor dem Hintergrund Ihrer Erfahrungen in politischer Arbeit ist Ihr Verhalten bezüglich der Auseinandersetzungen um die Parteienwerbung des Schulleiters T. Barthl höchst verwunderlich und entspricht wohl kaum dem Credo Ihrer Partei, die sich laut Ihres Programms für die Verwirklichung sozialer Gerechtigkeit, die friedliche Lösung von Konflikten, die Demokratisierung der Gesellschaft, die Stärkung der individuellen Rechte, für Partizipationsmöglichkeiten und für eine unabhängige demokratische Kontrolle der staatlichen Sicherheitsorgane engagiert.

Ihnen hätte bei der Veröffentlichung des Protokolls bereits bei der Benennung der Themenüberschriften auffallen müssen, dass hier massiv verfälscht wird. Die Bezeichnung „Verständigung zur Warnung vom 27.02.2016 wegen geplanter Demonstration / Kundgebung am 29.02.2016“ ist vollkommen irreführend, da es nicht um eine Verständigung, sondern um die Kritik an die durch den Schulleiter per E-Mail versendete NPD-Parteienwerbung ging. Nicht die Warnung vor einer Demonstration war Gegenstand der Diskussion, sondern die Kritik an der Parteienwerbung des Schulleiters für die NPD. Dies war der einzige Kritikpunkt, der zu zahlreichen Protesten unter den 1300 Empfängern dieser Werbesendung geführt hat. Dieser berechtigte Kritikpunkt wird bereits in der Themenüberschrift ignoriert und die eigentliche Diskussion zu diesem Thema vollkommen falsch dargestellt.

Vor dem Hintergrund Ihrer vorgegebenen linken Überzeugungen verwundert diese irreführende Kennzeichnung ganz besonders und es irritiert mich, dass Ihnen die offene Darlegung der Tatsachen scheinbar auch aus politischen Gründen nicht am Herzen zu liegen scheint. Mein Offener Brief vom 6. März 2016 richtete sich genau gegen diese Ignoranz und Einseitigkeit der Solidarisierung mit dem Schulleiter.

Herr Barthl hatte in der GEV-Versammlung am 10. März 2016 von uns die Gelegenheit bekommen, zu seinem Fehlverhalten Stellung zu beziehen und sich zu entschuldigen. Dies tat er aber ausdrücklich nicht. Stattdessen rechtfertigte er und seine Kollegen diese NPD-Werbe-Mail auf die bereits mehrfach beschriebene Weise (s. Stellungnahme zur GEV vom 10. März 2016 und Offener Brief an die Schule Grüner Campus Malchow).

Sie fanden bei der GEV-Versammlung vom 10.03.2016 keine kritischen Worte zur Parteienwerbung des Schulleiters für die NPD. Auch in keinem anderen Zusammenhang haben Sie sich jemals öffentlich kritisch zu dieser NPD-Mail geäußert. Stattdessen haben Sie ein Beweismittel (Protokoll) fast drei Monate zurückgehalten und sich an Anonymisierungen, Falschbeurkundungen und Kürzungen beteiligt. Dass es bei dieser Urkunde um ein Beweismittel zur Aufklärung institutioneller Gewalt gegen einen schutzbefohlenen minderjährigen Schüler der Gemeinschaftsschule ging, der aufgrund einer geduldeten und forcierten Mobbing- und Hetzkampagne durch den Schulleiter, die Schule verlassen musste, teilte ich Ihnen bereits in meiner E-Mail vom 24. April 2016 mit:

Es kann auch nicht in Ihrem Interesse sein, hier Tatsachen zu verheimlichen oder zurückzuhalten, die im Zusammenhang einer Mobbing- und Ausgrenzungskampagne stehen. Ich muss Ihnen nicht ausführen, was die Duldung und Ausübung von Gewalt an Schutzbefohlene für Konsequenzen haben kann.

Von einer Ihrer Parteigenossinnen habe ich mittlerweile erfahren, dass Sie sich angeblich von der NPD-Mail des Schulleiters distanziert hätten. Leider haben Sie Ihre “Kritik” nur parteiintern geäußert, denn auch am 17. März 2016 bei dem Klärungsgespräch zur NPD-Werbemail fanden Sie nicht den Mut, dem Schulleiter öffentlich Ihre Meinung zu sagen.

Diese Doppelzüngigkeit ist bezeichnend für Ihr wiederholt unseriöses Verhalten, das eines gewählten Interessenvertreters nicht würdig ist!

Ich gehe auch davon aus, dass etwas mehr Ehrlichkeit und Solidarität unter den Elternvertreter*innen zu einem Einlenken des Schulleiters geführt hätte und allen Beteiligten dadurch einiger Ärger erspart geblieben wäre. Insbesondere hätten wir unserem Sohn nur zu gern die gezielten Mobbingattacken erspart, die ihn psychisch sehr mitgenommen haben! Dabei hätte eine einfache Klarstellung des Direktors verhindern können, dass sich unser Sohn vor aufgewiegelten Mitschülern dafür rechtfertigen sollte, warum denn sein Vater “den Herrn Barthl als NAZI bezeichnet hat!”.   

Sie erwarten von mir sicherlich nicht, dass ich Ihnen zu diesem gefälschten, anonymisierten, eklatant-lückenhaften, kommentierten und gekürzten Protokoll Änderungsvorschläge und Ergänzungen zusenden werde.

Da ich die unglaublichen Vorgänge des vergangenen Schuljahres am Grünen Campus Malchow einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen werde, wäre ich Ihnen für eine Stellungnahme sehr dankbar. Sollte ich von Ihnen allerdings bis zum 31. Juli keine Reaktion erhalten, gehe ich davon aus, dass Sie Ihrerseits auf eine Stellungnahme zu den von mir benannten Problemen verzichten. 

Mit freundlichen Grüßen

C. Mantey


Nachtrag vom 19. Juli 2016, 14.50 Uhr

Nachweis zur politischen Arbeit von Frau Zimmer in der Partei des Demokratischen Sozialismus

Sehr geehrte Frau Zimmer,
sehr geehrte Elternvertreter*innen,

mir wurde von einigen Eltern mitgeteilt, dass in meiner heutigen E-Mail „IHRE TÄTIGKEIT ALS VORSITZENDE DER GESAMTELTERNVERTRETUNG IM VERGANGENEN SCHULJAHR!“ der Nachweis fehlt, dass Frau Zimmer schon bereits seit 2006 politisch tätig sei. Mir wurde von einigen sogar vorgeworfen, ich behaupte, dass Frau Zimmer als bezirksverordnete Politikerin 2006 für die damalige Partei des Demokratischen Sozialismus (PDS) in der Bezirksverordnetenversammlung in Lichtenberg ein politisches Amt bekleidete.

Diesen Nachweis möchte ich Ihnen aber keinesfalls vorenthalten und verweise auf die politische Vita von Frau Zimmer auf der Internetseite der Partei Die Linke im Bezirk Lichtenberg:

 
AKTUALISIERUNG VOM 2. November 2016 – Die LINKE und/oder Frau Zimmer löschten die Seite und den Nachweis der politischen Vita von der Website. Nachfolgend finden Sie die Seite noch im WEbCache-Verzeichnis unter:

Mit freundlichen Grüßen

C. Mantey

 


06. Mai 2016 – Auskunft zur Urheberschaft des Protokolls zur GEV-Versammlung vom 10. März 2016

E-Mail an die GEV-Vorsitzende Frau Zimmer und Ihre Vertreter*innen Frau Jacobs, Frau Beuster-Brenn und Herrn Christoph
Berlin, 06. Mai 2016


Sehr geehrte Frau Zimmer,
sehr geehrte Frau Jacobs,
sehr geehrte Frau Beuster-Brenn,
sehr geehrter Herr Christoph,

am 27. Mail 2016 erhielten die Elternvertreter*innen der Gemeinschaftsschule Grüner Campus Malchow und ich nach insgesamt 80 Tagen von Frau Zimmer ein angeblich ungekürztes Protokoll der GEV-Versammlung vom 10. März 2016. Als Protokollant wird Herr M. W. angegeben, der allerdings das Protokoll nicht unterschrieben hat.

Da das Protokoll erhebliche Mängel, Anonymisierungen, Falschbeurkundungen, Wertungen / Kommentierungen und Hervorhebungen aufgewiesen hat, habe ich am 1. Juni 2016 bei Herrn M. Weinholz per E-Mail nachgefragt, ob er sich tatsächlich als der Urheber dieses Dokumentes ausweist (s. Anlage). Leider habe ich von ihm bisher keine Antwort erhalten.

Aufgrund der Falschbeurkundungen besteht für mich ein berechtigtes Interesse zu prüfen, ob ich einen Unterlassungsanspruch wegen übler Nachrede und Verleumdung gelten machen kann.

Ich möchte Sie deshalb bitten, mir den Urheber des Protokolls zu nennen.

Mit bestem Dank und Gruß

Christian Mantey

Anlage

E-Mail an den Protokollanten M. W. vom 01. Juni 2016 als PDF-Dokument angehängt.

Sehr geehrter Herr W.,

im Anhang dieser Nachricht übersende ich Ihnen das sechsseitige Dokument “Protokoll der GEV vom 10.03.2016”, wie es mir von der GEV-Vorsitzenden, Frau Kerstin Zimmer, am 27. Mai 2016 zugesandt worden ist.
Im Kopf des Dokuments werden Sie als Urheber dieser Urkunde ausgewiesen.

Es besteht meinerseits dringender Anlass für die Nachfrage, ob Sie für die enthaltenen

  • Anonymisierungen,
  • Falschbeurkundungen (wahrheitswidriger Tatsachenbehauptungen),
  • Wertungen / Kommentierungen und
  • Hervorhebungen

auch rechtlich verantwortlich zeichnen?

Ich bitte Sie um eine zeitnahe Rückantwort.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Mantey

Anlage

PDF-Datei “Protokoll der GEV vom 10.03.2016”


4. Mai 2016- Protokolle der Gesamtelternversammlungen – GEV 12/15 & 04/16

E-Mail an die GEV-Vorsitzende Frau Zimmer
Berlin, den 4. Mai 2016


Sehr geehrte Frau Zimmer,

heute erhielten die Elternvertreter*innen von Ihnen eine weitergeleitete Nachricht des Schulleiters T. Barthl zum „Europäischen Protesttag von Menschen mit Behinderung – Lichtenberger Rathauswiesen – Ein barrierefreies Lichtenberg für alle„.

Vielen Dank für diese Information.

Da wir seit meiner E-Mail „Verdacht auf Protokollfälschung der GEV-Versammlung“ vom 24. April 2016 von Ihnen bisher zum Thema Protokolle und Protokollfälschung der GEV vom 10. März 2016 nichts mehr gehört haben, bin ich davon ausgegangen, dass Sie meine Aufforderung vielleicht noch nicht zur Kenntnis nehmen konnten oder bisher verhindert waren, um das Protokoll an die Elternvertreter*innen weiterzuleiten.

Ferner erreichte mich die Information, dass die GEV in der Versammlung vom 19. April 2016 beschlossen hat, das Protokoll in seiner unzensierten Fassung den Elternvertreter*innen zur Verfügung zu stellen. Auch die beantragten Änderungen zum Protokoll der GEV-Versammlung vom 19. Dezember 2015 sollten nach Beschluss eingearbeitet und den Vertreter*innen zur Verfügung gestellt werden.

Nunmehr zeigen Sie durch Ihren Hinweis auf den Protesttag, dass Sie sehr wohl meine Aufforderung gelesen haben müssen. Ich frage mich natürlich, weshalb Sie den Elternvertreter*innen die beiden Protokolle der Gesamtelternversammlung vom März 2016 und vom 19. Dezember 2015 (Wahlprotokoll) immer noch vorenthalten und auch auf meine Nachrichten bisher nicht geantwortet haben?

Sie wissen, dass alle zur Schule gehörenden Eltern, Lehrer*innen und Schüler*innen ein Einsichtsrecht in das Protokoll haben (s. Auszug Leitfaden für ElternvertreterInnen der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft – Protokoll –  Information).

Ich möchte Sie an dieser Stelle darauf aufmerksam machen, dass Sie durch Ihr höchst undemokratisches Verhalten all jene Elternvertreter*innen stärken, die sich in den letzten Monaten immer wieder gegen jegliche Kritik immun gezeigt haben und auch nicht davor zurückscheuten, durch Pöbeleien und Ignoranz, kritische Stimmen gar nicht erst zur Diskussion kommen zu lassen. Dass der Schulleiter Mobbing- und Ausgrenzung duldete und sogar forcierte, wurde von diesen Elternvertreter*innen hingenommen.

Das Protokoll von der GEV vom 10. März 2016 würde diese unfaire und unseriöse Verhaltensweisen des Schulleiters, der anwesenden Lehrer- und Elternschaft transparent machen und wäre ein Meilenstein für die Verbesserung eines demokratischen Umgangs an der Gemeinschaftsschule des Grünen Campus Malchow. Denn niemand in dieser Versammlung hätte sich dieses Verhalten erlaubt, wenn er/sie gewusst hätte, dass es protokolliert wird und wird es sich auch nicht mehr erlauben, wenn klar ist, dass man dagegen vorgeht und vorgehen kann.

Ich möchte Sie an dieser Stelle auch gern daran erinnern, dass bereits im Dezember des letzten Jahres massiv gegen Kritiker durch etliche Elternvertreter*innen vorgegangen wurde. Beispielhaft dafür ist die E-Mail, die wir am 17. Dezember 2015 unter dem Titel „Für alle die etwas bewirken wollen!!!“ von einer Elternvertreterin erhalten haben.

In dem damaligen Konflikt ging es um die Anfechtung Ihrer Wahl als GEV-Vorsitzende, da dem Schulleiter bei der Wahl erhebliche Verfahrensfehler unterlaufen sind. In den damals laufenden Auseinandersetzungen erhielten wir eine Aufforderung zur Unterzeichnung einer Online-Petition gegen die „Beschlagnahmung sowie weitere Ankündigungen zu Beschlagnahmungen von Sporthallen in unserem Bezirk„.

In dieser E-Mail wurde der bestehende Konflikt zu der befürchteten Sporthallennutzung für Flüchtlinge ins Verhältnis gesetzt und als nicht wichtig degradiert.

Nur ein einziger Elternvertreter kritisierte diese E-Mail öffentlich. Ich wollte damals nicht noch einen weiteren Graben eröffnen und schrieb die betreffende Person direkt an. Am 18. Dezember 2016 antwortete ich folgendermaßen:

„Sehr geehrte Frau/Herr K.,ich habe mit großer Bestürzung  Ihre Mail gelesen.

Wir können gerne über das Für und Wieder der Flüchtlingsproblematik/-politik sprechen und auch im Speziellen über die Schließung von Turnhallen.

Wir haben bereits einen Vorgeschmack einiger Ansichten einiger GEV-Mitglieder im letzten Schuljahr dazu erhalten. Das Thema Flüchtlinge war bereits in der GEV angesprochen worden und mein ganz persönlicher Eindruck war, dass es nicht besonders schwer zu sein scheint, einige Mitglieder gegen Minderheiten in Wallung zu bringen.

Was Sie aber mit Ihrer Mail verursachen, ist eine richtig fiese Nummer. Wer gibt Ihnen überhaupt das Recht zu beurteilen, welche Diskussionen wichtig und welche unwichtig sind und ob diese etwas bewirken werden?

Wer weiter über den „GCM als rechtsfreien Raum“ und über die „§XY“ ungelöst diskutieren wollen brauchen nicht weiter lesen, denn hier sind Taten gefragt.

In den gesamten Diskussionen, die wir in der GEV angefangen haben (ob per Mail oder in der Versammlung), kommt es aus meiner Sicht immer wieder zu ganz schnellen Reaktionen, Minderheiten in eine Ecke zu stellen und anzuprangern. Gegen diese Form der Ausgrenzung und Isolierung habe ich ganz persönlich etwas und teile Ihnen deshalb ganz direkt mit, dass ich mit Ihrer Art ganz und gar nicht einverstanden bin.

Ich werde diese Nachricht nicht benutzen, um Sie öffentlich an irgendeinen Pranger zu stellen und auch nicht den Mailverteiler dafür missbrauchen, aber so geht es einfach NICHT.

Mit freundlichen Grüßen

C. Mantey“

Bereits im November 2015 wiesen wir (Elternvertretung der Klasse 8c) in unserem Offenen Brief an die GEV-Mitglieder auf Ausgrenzungen gegen Minderheiten hin und baten darum, diese offen und fair zu diskutieren:

Eine berechtigte Kritik nicht wahrnehmen zu wollen, ist in unseren Augen eine unerträgliche Scheinheiligkeit, die nur fälschlicherweise zu der Annahme führt, es sei alles in Ordnung.

Vielmehr betreiben und befördern wir damit die Ausgrenzung von Minderheiten und das Ergebnis wird noch mehr Misstrauen sein.“ (zit.: Offener Brief an die Mitgieder der GEV des Grünen Campus Malchow)

Sehr geehrte Frau Zimmer, ich fordere Sie zum wiederholten Male auf, die Protokolle der GEV vom 19. Dezember 2015 und 10. März 2016 zu veröffentlichen und damit endlich die Möglichkeit eines Umdenkens und demokratisch-fairen Handelns an der Gemeinschftsschule Grüner Campus Malchow zu ermöglichen.

Mit freundlichen Grüßen

C. Mantey


24.04.2016 – Verdacht auf Protokollfälschung der GEV-Versammlung vom 10. März 2016

E-Mail an die GEV-Vorsitzende Frau Zimmer
Berlin, den 24.04.2016


Sehr geehrte Frau Zimmer,

mit meiner E-Mail vom 18. April 2016 Vorbereitung zur PROTOKOLLFÄLSCHUNG der GEV-Versammlung vom 10. März 2016 kurz vor der Gesamtelternversammlung am 19. April 2016 habe ich Ihrem Vorhaben widersprochen, das bereits vorhandene Protokoll der GEV-Versammlung vom 10. März 2016 den Elternvertreter*innen vorzuenthalten und den darin vorhandenen Inhalt zu verändern, zu löschen bzw. zu kürzen, wie Sie es in Ihrer E-Mail vom 17. April 2016 vorgeschlagen hatten.

Sie bringen sich mit Ihrem Verhalten zum wiederholten Male in den Verdacht, nicht im Interesse der Eltern zu handeln, für deren Vertretung Sie sich wählen ließen, sondern andere Ziele zu verfolgen, die uns im Verborgenen bleiben. Eine Rechtsgrundlage für das Zurückhalten des Protokolls, über deren Bestätigung und Kontrolle allein das beschlussfähige GEV-Gremium zu entscheiden hat, entzieht sich meiner Kenntnis.

In Ihrem Antwortschreiben auf meinen Widerspruch schreiben Sie den Elternvertreter*innen und mir, dass es IHNEN nicht um Zensur ginge, sondern um die Frage, ob wir Gefühle und Zwischenrufe im Protokoll haben wollen oder nur Inhalte. In Ihrer E-Mail zur Einladung zur GEV-Versammlung vom 17. April schreiben Sie, dass wir emotionale und mitunter auch nicht-sachliche Diskussionsbeiträge hatten.

Ich kann mir nicht erklären, wie wir Ihnen, Frau Zimmer, als Gesamtelternvertreterin das Recht zusprechen können, zu entscheiden, welche Beiträge als Zwischenruf und welche als emotional und unsachlich gewertet werden sollen, um Sie dann dazu zu ermächtigen, diese Wortbeiträge aus dem Protokoll zu entfernen oder sie zu verändern. Ich kann Ihnen hier gern einige Beispiele unsachlicher Beiträge nennen, die ich unbedingt und in einer möglichst ausführlichen Form im Protokoll sehen möchte.

Der von Herrn Barthl beantragte und von uns genehmigte Tagesordnungspunkt zur NPD-Mail des Schulleiters vom 27. Februar 2016, gab dem Schulleiter die Gelegenheit, sich für die Weiterleitung von NPD-Werbematerialien zu entschuldigen und zu diesem Fehlverhalten Stellung zu nehmen. Dies hat er aber nicht getan, sondern stattdessen sein Handeln auch noch gerechtfertigt. Ich bin in meiner Stellungnahme auf diesen Wortbeitrag des Schulleiters bereits ausführlich eingegangen (s. NPD-Flyer-Mail und Stellungnahme des Schulleiters).

In diesem Zusammenhang erscheinen mir auch die Wortbeiträge von Frau N. Peters und Herrn Schachmann sehr wichtig , die als Vertreter*innen der Lehrerschaft vorgestellt wurden. Auch Ihre Ausführungen rechtfertigten die Weiterleitung von NPD-Werbematerialien und hinterließen mit ihrem Beitrag bei uns den Eindruck, dass nicht nur ein Teil der Lehrerschaft hinter dem Schulleiter steht, sondern das gesamte Lehrpersonal des Grünen Campus Malchow. In meinem Offenen Brief bin ich besonders ausführlich auf diese einseitige Ehrenbekundung der sich solidarisch erklärenden Lehrerschaft eingegangen und habe hier eine differenzierte und sachliche Stellungnahme eingefordert (s. Offener Brief vom 6. März 2016 – Finden Lehrer*innen des Grünen Campus Malchow Parteiwerbung für die NPD-Neonazis in Ordnung?). Herr Schachmann machte sogar noch deutlich, wie gefährlich öffentliche Kritik an einen Schulleiter ist und dass wir alle daran denken sollten, dass wir unsere Kinder schützen müssen.

Der stellvertretende Schulleiter Herr Negraszus bezog sich u.a. auf den aus der Arbeitsgruppe Schulqualität hervorgegangenen Schlagwortwolkenflyer und forderte von mir und den kritischen Eltern, dass sie sich doch zuerst an diese selbst formulierten Vorgaben halten sollten. Auch eine Internetseite sei Mobbing wurde behauptet. Herr Negraszus verlas dann noch Textbausteine, die kritische Eltern dem Schulleiter auf die NPD-Mail hätten zusenden können, um dann von ihm eine Antwort zu erhalten.

Von Sachlichkeit war hier kaum eine Spur. Die Elternvertreter*innen und ich können nicht ermessen, wie Sie diese Beiträge einordnen, aber es obliegt keinesfalls Ihrer Befugnis, hier in irgendeiner Form Einfluss zu nehmen.

Ich denke, dass diese Beispiele ausreichen, um Ihnen zu zeigen, dass ich und mit Sicherheit auch ein Teil der Elternvertrer*innen Ihrer Urteilskraft in dieser Hinsicht misstrauen. Sie sollten sich auch vergegenwärtigen, dass es hier um Mobbing gegen einen Schüler geht, der von seinen Mitschülern für die Kritik seines Vaters an den Schulleiter verantwortlich gemacht wurde. Diese ausgeübte Gewalt wurde vom Lehrpersonal und vom Schulleiter Herrn Barthl trotz mehrmaliger Hinweise geduldet und durch offensichtliches Fehlverhalten gefördert.

Es kann auch nicht in Ihrem Interesse sein, hier Tatsachen zu verheimlichen oder zurückzuhalten, die im Zusammenhang einer Mobbing- und Ausgrenzungskampagne stehen. Ich muss Ihnen nicht ausführen, was die Duldung und Ausübung von Gewalt an Schutzbefohlene für Konsequenzen haben kann.

Herr Barthl hat seine ganz eigene Erklärung für das Mobbing an unserem Sohn bereits hinreichend formuliert. Aus seiner Sicht bin ich selbst für die Gewalt an unserem Sohn verantwortlich. Er begründet dies u.a. damit, dass mein Offener Brief auch an die Schüler*innen gerichtet gewesen ist. Ferner sieht er in den Angriffen gegen unseren Sohn kein Mobbing, da es sich bei den Vorfällen um ein ganz normales Verhalten von Schüler*innen des Grünen Campus Malchow handelt (s. Klärungsgespräch vom 17. März 2016 – Mobbing und AW: Protestmail – Mobbing und Verleumdung).

Sehr geehrte Frau Zimmer, Sie sind in den letzten Monaten immer wieder aus unterschiedlichsten Gründen in die Kritik geraten. Ich würde Ihnen sehr gern den Vorwurf der Urkundenfälschung ersparen, aber Ihr Verhalten lässt leider keinen anderen Verdacht mehr zu. Sollte ein solcher Straftatbestand auch von der Gesamtelternvertretung genehmigt oder geduldet werden, hätten Sie den nächsten Skandal auf den Tisch der Gesamtelternvertretung gezaubert.

Ich fordere Sie zum wiederholten Male auf, den GEV-Mitgliedern und mir das Protokoll der GEV-Versammlung vom 10. März 2016 unverändert, wie es von Herrn W. erstellt wurde, umgehend zur Verfügung zu stellen.

Mit freundlichen Grüßen

C. Mantey


19. April 2016 – Vorbereitung zur Protokollfälschung der GEV-Versammlung

E-Mail an die GEV-Vertreterin Frau Zimmer des Grünen Campus Malchow
Berlin, den 19. April 2016


Sehr geehrtes GEV-Gremium,
liebe Elternvertreterin, lieber Elternvertreter,
liebe Eltern und Schüler*innen der Gemeinschaftsschule Grüner Campus Malchow,

am Sonntag, dem 17. April 2016 erreichte uns eine E-Mail der Gesamtelternvertreterin Frau Zimmer mit der Einladung zur nächsten GEV-Versammlung am Dienstag, den 19. April 2016.

Wir werden in dieser E-Mail darauf hingewiesen, dass noch kein Protokoll von der letzten GEV-Versammlung vom 10. März 2016 versandt wurde. Als Grund führt Frau Zimmer die Ausführlichkeit des Protokolls an. Sie weist uns darauf hin, dass dieses Protokoll von ihr vorab auf die Tagesordnung gesetzt wurde, um sich über den Inhalt zu verständigen. Sie schreibt, dass wir am 10.März 2016 sehr emotionale und mitunter auch nicht-sachliche Diskussionsbeiträge hatten und sie deshalb mit einer Protokoll-Kontrolle zwar nicht die alte Diskussion eröffnen, aber auch nicht die Arbeit des Protokollanten einfach löschen möchte. Die Entscheidungen für die Protokollierung von GEV-Sitzungen sollen dann für die Zukunft entschieden werden.

Wenn ich nun lese, dass dieses Protokoll vor einer Einsichtnahme der GEV-Mitgieder durch Frau Zimmer gefiltert und zensiert werden soll, habe ich Zweifel an der Rechtmäßigkeit dieser Handlung und muss davon ausgehen, dass man hier Inhalte und Tatsachen vertuschen möchte.

Da ich nunmehr auch als Elternvertreter aufgrund der Mobbing- und Ausgrenzungkampagne gegen meinen Sohn nicht mehr zur Verfügung stehe, muss ich davon ausgehen, dass Frau Zimmer das Protokoll bewusst zurückhält, um die GEV, die Schulleitung und die Lehrerschaft vor dem Vorwurf des unfairen Verhaltens gegen Kritiker*innen zu schützen.

Bereits das Protokoll der GEV-Sitzung vom 14. Januar 2016 steht unter dem Verdacht, dass dort Tatsachen unterschlagen und falsch dargelegt wurden. Frau Zimmer leitete uns dazu einen Antrag auf eine Protokolländerung weiter, die die Authentizität bzw. den Wahrheitsgehalt des Protokolls infrage stellt.

Legitimierung von Protokollfäschungen durch die GEV-Mitglieder?

Es ist nicht hinnehmbar, dass die Wutausbrüche, Äußerungen und einseitige Parteinahme für die Schulleitung, die sich gegen mein Handeln als Vater und Elternvertreter richteten, nun vertuscht werden sollen, um das GEV-Gremium zu schützen. Es wäre wünschenswert, wenn sich die Elternverter*innen endlich dafür einsetzen, dass die Schule und ihre Gremien im Sinne der Schüler*innen und Eltern handeln und nicht permanent versuchen undemokratisches, unfaires und gewalttätiges Verhalten SCHÖNZUREDEN oder zu VERSCHLEIERN.

Hiermit lege ich Widerspruch gegen dieses Verhalten ein und fordere Sie auf, das vollständige Protokoll den Elternvertreter*innen zur Verfügung zu stellen.

Wir haben ein Recht darauf zu erfahren, was sich am 10. März 2016 in der Versammlung zugetragen hat. Dies ist auch notwendig, um darlegen zu können, wie es in der Gesamtelternvertretung zugeht, wie Angst geschürt wird und wie kritische Eltern und Schüler*innen von der Schule vertrieben werden.

Es ist nicht hinnehmbar, dass ein ausführlich geführtes Protokoll eines von den Vertreter*innen gewählten Protokollanten plötzlich gekürzt werden soll. Zumal aus diesem Protokoll ersichtlich werden müsste, welche Stimmung, welches Ausgrenzungs- und Einschüchterungspotenzial in dieser Versammlung lag.

Der als Lehrervertreter vorgestellte Herr Schachmann machte deutlich, dass offene Kritik auch für die Schüler und Kinder Gefahren birgt. Frau R**** bezeichnete mich als „Idiot“ und Herr Barthl bekam Beifall für seine Rechtfertigungen zur versendeten NPD-Werbemail bzw. erhielt Zustimmungen für seine bisher ausbleibende Stellungnahme und Entschuldigung.

Ich möchte Sie darum bitten, dafür zu sorgen, dass uns das Protokoll zur Verfügung gestellt wird.

Ich beantrage hiermit die vollständige Protokollveröffentlichung vom 10. März 2016, wie sie von dem Protoklollanten Herrn W. erstellt wurde. Ein ausführliches Protokoll gibt sehr viel mehr Aufschluss über die Verfahren und Methoden der Gesamtelternvertretung und der Schule, als ein geschöntes und gekürztes Protokoll.

Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen

Christian Mantey