WAT – Wirtschaft – Arbeit – Technik und das Praktikum

Die Gemeinschaftsschule Grüner Campus Malchow als integrierte Sekundarschule unterrichtet in den 7-9 Klassenstufen das Unterrichtsfach WAT (Wirtschaft-Arbeit-Technik) als Pflichtfach (obligatorisch). In der 10. Klassenstufe wird das Lehrfach WAT als Wahlfach (fakultativ) angeboten. Die Fachbereichsleitung wird durch Frau Fritzenwanker ausgefüllt. Die Inhalte des Unterrichtsfaches WAT sollen helfen, Kompetenzen zu erwerben, damit die Schüler*innen auf berufliche und private Anforderungen adäquat reagieren und Herausforderungen angemessen bewältigen können. Dabei soll die Verknüpfung von theoretischem Wissen mit praktischer Erfahrung im Vordergrund stehen und selbständiges, eigenverantwortliches Handeln gefördert und individuell unterstützt werden. Die Schüler*innen sollen Interessen, Fähigkeiten und Talente erkennen und erproben. Der Unterricht findet sowohl im Klassenraum als auch in schulischen Werkstätten und an außerschulischen Lernorten statt.

Laut des Schulleiters T. Barthl soll in der 11. Jahrgangsstufe das Fach ÖsE (Ökologisch soziales Engagement) als Weiterführung des Umweltlehreunterrichts mit 90 min pro Woche eingeführt werden (s. Protokoll der GEV vom 14.04.2015 – TK Sek II: Hr. Barthl berichtet)

Betriebspraktikum innerhalb des Unterrichtsfaches WAT

Ab der 7 Klasse sollen die Schüler auch praktische Erfahrungen im Laufe eines Betriebspraktikum am Grünen Campus Malchow machen. oder am Nachmittag.

Klasse 7

Ab der 7. Klassenstufe ist im Rahem des Unterrichtsfaches WAT ein Praktikum von 2 Stunden pro Woche (90min) oder alle 2 Wochen 180 min
klassenweise 6 Wochen lang in der Unterrichtszeit obligatorisch abzuleisten.

Klasse 8

In der 8. Klassenstufe haben die Schüler*innen ein Praktikum von 2h pro Woche (90min) oder alle 2 Wochen180 min (halbe Klasse) für die Dauer von  ca. 13 Wochen, aber mindestens 11 Doppelstunden zur Unterrichtszeit von WAT oder nachmittags verpflichtend abzuleisten.

Klasse 9

In der 9 Klassenstufe ist ein Praktikum mit einer festgelegten Dauer von 3 Wochen á 6h pro Tag von Montag bis Freitag stattfinden (ggf . Di – Sa) verpflichtend.

Klasse 10 – fakultatives Praktikum (ÖsE)

In der 10 Klassenstufe soll das Unterrichtsfach Umweltlehre durch das wählbare Fach Ökologisch soziales Engagement (ÖsE) fortgeführt werden. Auch hier ist ein Praktikum von von 3 Wochen á 6h pro Tag von Montag bis Freitag (ggf . Di – Sa) im Zeitraum Juni/Juli abzuleisten. Schüler*innen, die in die Oberstufe übergehen, können daran nicht teilnehmen.

Praktikumsbetreuung

Jedes Schulpraktikum wird vom WAT-Fachbereich organisiert und betreut und auch vom Fachbereich evaluiert.

Alle Schüler*innen erhalten zu Beginn der Klassenstufe 7 eine Belehrung vom Gesundheitsamt („Gesundheitspass“), der 4 Jahre gültig sein wird.

Die SuS werden bei der Suche nach einem Praktikumsplatz von Ihren betreuenden WAT-Lehrer*innen unterstützt. Die Einteilung zum Praktikum in Klasse 7 und 8 übernimmt der/ Klassenlehrer*in.

Abgabezeiten für Verträge, Plakate, Berichte und Hefter der Praktika
legt der Fachbereich WAT fest und informiert darüber rechtzeitig.

WAT- und Klassenlehrer*innen betreuen die Schüler während ihres Praktikums (Besuche und Telefonate) und kontaktieren die Betreuer vor Ort.
Die Anwesenheit wird vom Betreuer bestätigt und vom Lehrer kontrolliert.

Unentschuldigte Fehlzeiten erscheinen auf dem Zeugnis und wirken sich auf die Note aus. Die Praxisnote für das Praktikum wird vom Betreuungspersonal in Absprache mit dem Lehrpersonal festgelegt.

Kritik an der Durchführung und der Konzeption der Praktikumsdurchführungen

Bereits zu Beginn der Einführung und der Vorstellung des Konzeptes zur Durchführung von Schulpraktika in der 7. und 8. Klasse kam es zu Kritik von vielen Eltern. Vor allem erwies es sich für viele Schüler*innen als fast unmöglich, einen Praktikumsplatz bei einem Unternehmen zu erhalten und so waren die meisten Schüler*innen vorab schon gezwungen, die Angebote der Schule zu nutzen (Schülerfirmen, Knirpsenfarm usw.).

Viele Unternehmen wissen gar nicht, wie sie diese ganz jungen Schüler*innen in ihre Arbeitsabläufe integrieren sollen. Darüberhinaus lässt sich ein Einlassen auf die Arbeitsprozesse innerhalb eines Betriebes in 90 Minuten pro Woche nur schwer realisieren. Dies sind vermutlich die zwei Hauprgründe, weshalb Schüler*innen der 7. bis 8. Klassenstufen keine externen Praktikumsplätze absolvieren können.

Dies führte in der Vergangenheit bei vielen Schüler*innen zu Frustration, da sich die vielen Absagen zermürbend und demotivierend auswirkten.

Leider liegen uns zu diesem Thema keine Zahlen vor.

Wir möchten den Fachbereich WAT bitten, eine Statistik, die zum einen das quanitative Verhältnis von extern und schulintern absolvierten Praktika veranschaulicht, als auch eine Analyse der Bemühungen um einen Praktikumsplatz (intern/extern) und der Zufriedenheit bei der Praktikumssuche dartellt.

Wir würden das Konzept der Praktika für die 7. und 8. Klassenstufen kritisch analysieren. In unseren Augen erscheint die Durchführung von Praktika in der 7. bis 8. Klassenstufe nicht sinnvoll. Wir sehen eher ein großes Bedarf an Vorinformation und Vorbereitung für das „große“ Praktikum in der 9. Klassenstufe, welches die Möglichkeit bietet, innerhalb einer betrieblichen Einbindung echte Erfahrungen im Arbeitsleben machen zu können.

Aus unserer Sicht ist es nicht gut, dass durch die 90-Minütigen-Praktika unglaublich viel Zeit des WAT-Unterrichts verloren geht und unsere Kinder von unterschiedlichem, teilweise nicht pädagogischem Aufsichtspersonal, betreut wird.

Wir fragen uns auch, ob hier der Lehrermangel ein Rolle spielen könnte, denn durch die Auslagerung von Unterrichtseinheiten in die Praktika, wird ein großer Teil des Fachunterrichts eingespart.

Ferner wünschen wir uns, dass unsere Kinder auch in den 90-Minuten-Praktika eine realistische Chance für ein Praktikum in einem externen Unternehmen bekommen. Dies wird derzeit nicht gewähleistet, da die Schule über keinerlei oder nur wenige Kooperationspartner verfügt, die jungen Schüler*innen in ihre Betriebe aufnehmen würden. Hier würden wir uns wünschen, dass die Schule aktiver an Unternehmen herantritt und für das Konzept der Kurzpraktika wirbt, um den Schüler*innen die Frustration bei der Bewerbung zu ersparen.

Wir werden unser Anliegen dem Fachbereich, der Schulleitung und auch der Gesamtelternvertretung vortragen.

Die Eltern des Grünen Campus Malchow

 

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