Re: Einschränkungen am Montag im Bereich FG I/II/III

E-Mail vom 27.02.2016 um 16:43 Uhr
als Anwort auf Einschränkungen am Montag im Bereich FG I/II/III


Sehr geehrter Herr Barthl,

am 27. Februar 2016 um 11.09 Uhr erhielten wir über Ihren Mailverteiler u****@t-online.de eine Nachricht mit dem Betreff: “Einschränkungen am Montag im Bereich FG I/II/III”.

Sie teilen uns mit, dass es am Montag zu Einschränkungen im Bereich unserer drei Schulgebäuden FG I/II und III kommen kann, weil die NPD eine größere Demo veranstaltet. Von dieser Demo distanziere sie sich deutlich. Sie teilen uns ferner mit, dass die Schulleitung an diesem Tag bis zur Abholung des letzten Kindes aus dem Späthort (FG III) vor Ort sein wird.

Im Anhang übermitteln Sie uns einen eingescannten Veranstaltungsflyer für die Demonstration und eine Beitrittserklärung für die Nationale Partei Deutschland. Wir möchten Sie bitten, uns zu erklären, weshalb Sie mehr als tausend Eltern, die Ihnen vertrauensvoll ihre Mailadressen zur Verfügung gestellt haben, Werbung der NPD zukommen lassen.

Betreiben Sie Mitgliederwerbung für die NPD? Oder ist das für Sie der Vorgang wie das verschicken der Mitgliedsformulare des Grashüpfer e.V.?

Wir fragen uns, weshalb Sie diesen Anhang unkommentiert verschicken und für diese Partei (NPD) ein Forum für Propaganda schaffen.

Sie distanzieren sich in Ihrer Nachricht zwar von der Veranstaltung:

“Von dieser Demo distanziere ich mich deutlich.”

Mit welcher Absicht schicken Sie uns aber diese Beitrittserklärung und dieses zum Hass auffordernde Demoplakat? Wovon distanzieren Sie sich eigentlich?

Entspricht die Aussage des Demoplakates ihrer persönlichen, politischen Meinung?

Haben sie deshalb gleich die Beitrittserklärung beigefügt?

Ist Ihr Einsatz für die NPD durch Spenden zu erklären?

Von einem Beitritt in diese Partei und deren Gedankengut distanzieren Sie sich nämlich nicht. Vielmehr lassen Sie hier verheerende Interpretationsspielräume offen.

Es könnte bei einigen den Eindruck hinterlassen, dass Sie sich nur von der Demo distanzieren, weil sie den Schulbetrieb aufhält.

Das Beifügen der Beitrittserklärung könnte Eltern und Schüler*innen den Gedanken geben, dass sie die NPD anderweitig unterstützen können oder sogar sollen.

Vor dem Hintergrund der augenblicklichen Lage und auch den Auseinandersetzungen in unserer GEV, wenn es um die Willkommensklassen geht, ist dieser Interpretationsspielraum nicht zu tolerieren.

Wir sind erschüttert. Auch die derzeitigen Konflikte in der GEV, lassen Ihr Verhalten absolut verantwortungslos und kontraproduktiv erscheinen.

Mit Ihrem Verhalten werfen Sie immer neue Fragen auf, die wir sehr gern mit Ihnen persönlich und öffentlich besprechen möchten.

Vielleicht geben Sie uns und etlichen anderen Eltern endlich die Gelegenheit dazu.

Wir erwarten von Ihnen eine möglichst zeitnahe Stellungnahme Ihres Verhaltens.

Mit freundlichen Grüßen

C. M.