Verdacht auf Protokollfälschung der GEV-Versammlung vom 10. März 2016

E-Mail vom 24.04.2016 an die GEV-Vorsitzende
s.a. E-Mail „Vorbereitung zur Protokollfälschung der GEV-Versammlung


Sehr geehrte Frau Zimmer,

mit meiner E-Mail vom 18. April 2016 Vorbereitung zur PROTOKOLLFÄLSCHUNG der GEV-Versammlung vom 10. März 2016 kurz vor der Gesamtelternversammlung am 19. April 2016 habe ich Ihrem Vorhaben widersprochen, das bereits vorhandene Protokoll der GEV-Versammlung vom 10. März 2016 den Elternvertreter*innen vorzuenthalten und den darin vorhandenen Inhalt zu verändern, zu löschen bzw. zu kürzen, wie Sie es in Ihrer E-Mail vom 17. April 2016 vorgeschlagen hatten.

Sie bringen sich mit Ihrem Verhalten zum wiederholten Male in den Verdacht, nicht im Interesse der Eltern zu handeln, für deren Vertretung Sie sich wählen ließen, sondern andere Ziele zu verfolgen, die uns im Verborgenen bleiben. Eine Rechtsgrundlage für das Zurückhalten des Protokolls, über deren Bestätigung und Kontrolle allein das beschlussfähige GEV-Gremium zu entscheiden hat, entzieht sich meiner Kenntnis.

In Ihrem Antwortschreiben auf meinen Widerspruch schreiben Sie den Elternvertreter*innen und mir, dass es IHNEN nicht um Zensur ginge, sondern um die Frage, ob wir Gefühle und Zwischenrufe im Protokoll haben wollen oder nur Inhalte. In Ihrer E-Mail zur Einladung zur GEV-Versammlung vom 17. April schreiben Sie, dass wir emotionale und mitunter auch nicht-sachliche Diskussionsbeiträge hatten.

Ich kann mir nicht erklären, wie wir Ihnen, Frau Zimmer, als Gesamtelternvertreterin das Recht zusprechen können, zu entscheiden, welche Beiträge als Zwischenruf und welche als emotional und unsachlich gewertet werden sollen, um Sie dann dazu zu ermächtigen, diese Wortbeiträge aus dem Protokoll zu entfernen oder sie zu verändern. Ich kann Ihnen hier gern einige Beispiele unsachlicher Beiträge nennen, die ich unbedingt und in einer möglichst ausführlichen Form im Protokoll sehen möchte.

Der von Herrn Barthl beantragte und von uns genehmigte Tagesordnungspunkt zur NPD-Mail des Schulleiters vom 27. Februar 2016, gab dem Schulleiter die Gelegenheit, sich für die Weiterleitung von NPD-Werbematerialien zu entschuldigen und zu diesem Fehlverhalten Stellung zu nehmen. Dies hat er aber nicht getan, sondern stattdessen sein Handeln auch noch gerechtfertigt. Ich bin in meiner Stellungnahme auf diesen Wortbeitrag des Schulleiters bereits ausführlich eingegangen (s. NPD-Flyer-Mail und Stellungnahme des Schulleiters).

In diesem Zusammenhang erscheinen mir auch die Wortbeiträge von Frau N. Peters und Herrn Schachmann sehr wichtig , die als Vertreter*innen der Lehrerschaft vorgestellt wurden. Auch Ihre Ausführungen rechtfertigten die Weiterleitung von NPD-Werbematerialien und hinterließen mit ihrem Beitrag bei uns den Eindruck, dass nicht nur ein Teil der Lehrerschaft hinter dem Schulleiter steht, sondern das gesamte Lehrpersonal des Grünen Campus Malchow. In meinem Offenen Brief bin ich besonders ausführlich auf diese einseitige Ehrenbekundung der sich solidarisch erklärenden Lehrerschaft eingegangen und habe hier eine differenzierte und sachliche Stellungnahme eingefordert (s. Offener Brief vom 6. März 2016 – Finden Lehrer*innen des Grünen Campus Malchow Parteiwerbung für die NPD-Neonazis in Ordnung?). Herr Schachmann machte sogar noch deutlich, wie gefährlich öffentliche Kritik an einen Schulleiter ist und dass wir alle daran denken sollten, dass wir unsere Kinder schützen müssen.

Der stellvertretende Schulleiter Herr Negraszus bezog sich u.a. auf den aus der Arbeitsgruppe Schulqualität hervorgegangenen Schlagwortwolkenflyer und forderte von mir und den kritischen Eltern, dass sie sich doch zuerst an diese selbst formulierten Vorgaben halten sollten. Auch eine Internetseite sei Mobbing wurde behauptet. Herr Negraszus verlas dann noch Textbausteine, die kritische Eltern dem Schulleiter auf die NPD-Mail hätten zusenden können, um dann von ihm eine Antwort zu erhalten.

Von Sachlichkeit war hier kaum eine Spur. Die Elternvertreter*innen und ich können nicht ermessen, wie Sie diese Beiträge einordnen, aber es obliegt keinesfalls Ihrer Befugnis, hier in irgendeiner Form Einfluss zu nehmen.

Ich denke, dass diese Beispiele ausreichen, um Ihnen zu zeigen, dass ich und mit Sicherheit auch ein Teil der Elternvertrer*innen Ihrer Urteilskraft in dieser Hinsicht misstrauen. Sie sollten sich auch vergegenwärtigen, dass es hier um Mobbing gegen einen Schüler geht, der von seinen Mitschülern für die Kritik seines Vaters an den Schulleiter verantwortlich gemacht wurde. Diese ausgeübte Gewalt wurde vom Lehrpersonal und vom Schulleiter Herrn Barthl trotz mehrmaliger Hinweise geduldet und durch offensichtliches Fehlverhalten gefördert.

Es kann auch nicht in Ihrem Interesse sein, hier Tatsachen zu verheimlichen oder zurückzuhalten, die im Zusammenhang einer Mobbing- und Ausgrenzungskampagne stehen. Ich muss Ihnen nicht ausführen, was die Duldung und Ausübung von Gewalt an Schutzbefohlene für Konsequenzen haben kann.

Herr Barthl hat seine ganz eigene Erklärung für das Mobbing an unserem Sohn bereits hinreichend formuliert. Aus seiner Sicht bin ich selbst für die Gewalt an unserem Sohn verantwortlich. Er begründet dies u.a. damit, dass mein Offener Brief auch an die Schüler*innen gerichtet gewesen ist. Ferner sieht er in den Angriffen gegen unseren Sohn kein Mobbing, da es sich bei den Vorfällen um ein ganz normales Verhalten von Schüler*innen des Grünen Campus Malchow handelt (s. Klärungsgespräch vom 17. März 2016 – Mobbing und AW: Protestmail – Mobbing und Verleumdung).

Sehr geehrte Frau Zimmer, Sie sind in den letzten Monaten immer wieder aus unterschiedlichsten Gründen in die Kritik geraten. Ich würde Ihnen sehr gern den Vorwurf der Urkundenfälschung ersparen, aber Ihr Verhalten lässt leider keinen anderen Verdacht mehr zu. Sollte ein solcher Straftatbestand auch von der Gesamtelternvertretung genehmigt oder geduldet werden, hätten Sie den nächsten Skandal auf den Tisch der Gesamtelternvertretung gezaubert.

Ich fordere Sie zum wiederholten Male auf, den GEV-Mitgliedern und mir das Protokoll der GEV-Versammlung vom 10. März 2016 unverändert, wie es von Herrn W. erstellt wurde, umgehend zur Verfügung zu stellen.

Mit freundlichen Grüßen

C. Mantey

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