E-Mails an die Elternvertreter des Grünen Campus Malchow (2)

Antwort auf die E-Mail einer Elternvertreterin vom 21. April 2016 als Antwort auf meine Nachricht vom 19. April 2016: Vorbereitung zur PROTOKOLLFÄLSCHUNG der GEV-Versammlung vom 10. März 2016


Die E-Mail der Elternvertreterin Frau H. war eine Antwort auf meine erste Reaktion auf das Vorhaben der Vorsitzenden der Gesamtelternvertreterin Frau Zimmer, ein Protokoll einer GEV-Versammlung vor der Veröffentlichung zu verändern. Ich widersprach mit meiner Nachricht diesem Vorhaben eines offenkundigen Rechtsbruchs und richtete meine Bedenken auch an alle Elternvertreter*innen, um auf diese Rechtswidrigkeit hinzuweisen (s. Vorbereitung zur PROTOKOLLFÄLSCHUNG der GEV-Versammlung vom 10. März 2016).

Von der Elternvertreterin Frau H. erhielt ich wenige Tage später eine äußerst sonderbare Nachricht. Sie wies mich darauf hin, dass auch sie an einem ehrlichen Austausch zwischen Schule und Elternschaft interessiert sei, dass sie aber meine E-Mails als Attacken auf einzelne Personen sieht.

Es wurde mir mitgeteilt, dass sie (Frau H.) meine persönlichen Probleme weder hören noch bewerten möchte und sie es schockierend findet, dass ich immer wieder versuche, die komplette Elternschaft in meinen persönlichen Machtkampf einzubeziehen. Sie wies mich daraufhin, dass ich „meine Probleme“ im individuellen Gespräch klären und auch mal der „Gegenseite“ zuhören solle.

Frau H. äußerte auch, dass sie sich für die Internetseite der Eltern des Grünen Campus schäme. Sie sprach davon, dass die Beiträge nur von mir stammten und ich „alleine“ sei nicht die Eltern des Grünen Campus Malchow.

Ferner habe Frau H. keine Lust auf weitere Mails meinerseits, da sie ihre Zeit nicht mit meinen sehr individuellen Problemen verschwenden wolle.

Meine Antwort vom 15. Mai 2016:

Sehr geehrte Frau H.,

haben Sie den herzlichsten Dank für die Erwiderung meiner E-Mail vom 19. April dieses Jahres. Entschuldigen Sie bitte, dass ich Ihnen erst jetzt Antworten konnte. Auch ich habe nur ein sehr begrenztes Zeitbudget, um allen Widersacher*innen meines Engagements für den Grünen Campus Malchow eine adäquate Antwort auf ihre Forderungen und Hinweise zukommen zu lassen. Ihrem letzten Satz kann jedoch nichts hinzufügen und Stimme ihnen voll und ganz zu:

Wie man in den Wald ruft, so schallt es heraus.
 

Ja, da gebe ich Ihnen wirklich vollkommen recht und hätte der Schulleiter der Gemeinschaftsschule die GEV-Versammlungen und seine Montagsinfo nicht immer wieder dazu benutzt, die Elternvertreter*innen um mehr Engagement für die Schule und mehr finanzielle Unterstützung für den Schulverein zu bitten, hätte ich mich sicherlich nicht so engagiert, wie ich es letztendlich seit fast 3 Jahren getan habe. Im Wissen der Konsequenzen natürlich erst recht nicht. Den Ein- und Austritt und die Mitgliederwerbung für den Schulverein hätte ich mir dann selbstverständlich auch erspart.

Ich habe mich in dem guten und vermutlich naiven Glauben 2014 als Elternvertreter wählen lassen, um die Geschicke der Schule und der Klasse 7 bis 8c noch intensiver positiv zu beeinflussen. Dies gilt für mein Engagement in der ehemaligen Klasse meines Sohnes, wo ich mich immer wieder persönlich für bessere Arbeitsbedingungen und eine bessere Arbeitsatmosphäre eingesetzt habe oder auch bei der Hilfe zur Organisation des Duathlon Malchow 2015.

Wenn Sie mir nun in Ihrer Nachricht vorwerfen, dass ich die „komplette Elternschaft in meinen persönlichen Machtkampf integriere“, muss ich sagen, dass ich diesen Vorwurf außerordentlich unverschämt und ungebührlich finde. Aus meiner Sicht missbraucht der Schulleiter Tobias Barthl seine Macht, um seine Gegner Mundtod zu machen und dabei scheut er sich noch nicht einmal vor Mobbing, Lügen und den verheerenden Konsequenzen für seine in Misskredit gefallenen Opfer – in diesem Fall ein zwölfjähriger Schüler.

Sie empfehlen mir, dass ich meine Probleme im individuellen Gespräch klären sollte? Mit wem sollte ich dies noch tun?

Meinen Sie wirklich, dass ich das in den letzten Jahren meines ehrenamtlichen Engagements als Elternvertreter und Vater nicht immer wieder versucht und getan hätte?

Vielleicht haben Sie meine Arbeit und mein persönlich eingebrachtes Engagement für die Schule gar nicht wahrnehmen können, da ich nicht bei jeder Gelegenheit damit hausieren gegangen bin. In diesem Fall wären Ihre Äußerungen in dieser Richtung eventuell entschuldbar. Wenn Sie bereits im Schuljahr 2014/15 Elternvertreterin gewesen sind, erinnern Sie sich vielleicht noch an das Interesse vieler Eltern an Weiterbildungen zum Thema Nutzung neuer Medien und den damit in Zusammenhang stehenden Themen Sucht, Drogenkonsum und Mobbing etc.. Damals wünschten sich viele Elternvertreter*innen Unterstützung in Form von Fortbildungsangeboten. Ich schrieb der schon damals GEV-Vorsitzenden Frau Zimmer und auch den Elternvertreter*innen eine Nachricht und warb für Weiterbildungsangebote:

E-Mail vom 26. November 2014 an Frau Zimmer:

Liebe Frau Zimmer,

vielen Dank, dass Sie uns die Informationen weitergeleitet haben. Wir haben bei unserem letzten Elternabend auch schon gefragt, wie das Interesse an Weiterbildungsangeboten zu den vorgeschlagenen Themen ist. Wir hatten dazu eine große Resonanz und eine Mutter schlug auch schon ein Fortbildungsangebot vor, das wir nunmehr auch gern für die siebente Klassenstufe selbst organisieren möchten und dafür noch Mitstreiter suchen.

Vielleicht bietet das Angebot von Anne Wilkenning auch eine Möglichkeit für eine Klassenstufen übergreifende Fortbildung. Wir stellen auf der Internetseite der Klasse 7c das Angebot vor und würden uns über weitere interessierte Teilnehmer freuen:

https://campus.onic.eu/tag/fortbildung/

Vielen Dank und herzliche Grüße sendet Ihnen

Christian Mantey

Von Frau Zimmer bekamen wir (Elternvertreter) bereits damals schon keine Antworten und die Hinweise wurden auch nicht an die anderen Eltern weitergeleitet. Zu einer Fortbildung kam es selbstverständlich auch nicht, sondern Frau Zimmer stellte das ganze Vorhaben ein, weil es angeblich nicht genügend Resonanz gab.

Denken Sie auch hier nur einmal an die von Frau Zimmer zurückgehaltene E-Mail- und Adressliste der Elternvertreter*innen der Klasse 10b, um gegen die Fahrrad-Reifenstecherei am Grünen Campus Malchow vorzugehen. Sie erinnern sich sicherlich noch an die daraus resultierende Auseinandersetzung und die damit in Verbindung stehende komplette Neuwahl der GEV-Gremienmitglieder. Sie erinnern sich sicherlich auch, dass Frau Zimmer sich durch Herrn Barthl unrechtmäßig in den Stand des GEV-Vorsitzes wählen ließ und wir aus diesem Grunde fast ein ganzes Halbjahr keine ordentliche GEV-Versammlung mehr abhalten konnten. Auch in diesem Zusammenhang habe ich mich für eine faire und offene Auseinandersetzung eingesetzt. Vielleicht erinnern Sie sich noch an meinen Offenen Brief vom 3. November 2015 , den ich auch an Sie gerichtet hatte.

Mir ging es in sämtlichen Zusammenhängen immer um einen direkten und persönlichen Dialog. Dies galt für das Gespräch mit dem Schulleiter am 10. Juli 2015, die vielen Gespräche mit der Klassenlehrerin Frau S. und meinen Elternvertreterkolleg*innen und natürlich auch mit den Eltern und Schüler*innen, der Organisation eines Elternstammtisches, meine Beteiligung am „Runden Tisch“ des Schulvereins, die Initiative zu einer außerordentlichen GEV-Sitzung am 16. Dezember 2015, woraus sich dann die Arbeitsgruppen herausbildeten und eben auch die Teilnahme an den AGs zur Einrichtung einer Schlichtungskommission  am GCM , die AG zur Verbesserung der Qualität der Schule und auch der Internetseite der Eltern des Grünen Campus Malchow, bis hin zum Klärungsgespräch vom 17. März 2014 (s.a. Protokoll des GEV-Stammtisches vom 10. Februar 2016).

Schon allein vor diesem Hintergrund empfinde ich Ihre E-Mail als einen sehr unfaire Angriff. Aber wie schon angedeutet, ich bin vielleicht selber schuld, dass Sie davon nichts oder nur wenig mitbekommen haben. Ich habe einfach zu wenig Werbung für mein eigenes Engagement an dieser Schule gemacht. Ich kann mich aber leider auch nicht daran erinnern, dass Sie sich an diese Gespräche und Auseinandersetzungen in irgendeiner Weise beteiligt haben und wir uns dadurch in einem direkten Gespräch kennenlernen konnten. Das finde ich sehr schade.

Geht es tatsächlich nur um persönliche Probleme?

Ihre Aussage, dass Sie es schockierend finden, dass ich immer wieder versuche, die komplette Elternschaft in meinen persönlichen Machtkampf zu integrieren, ist auch in einem anderen Zusammenhang von großer Bedeutung und zeigt, dass Ihnen jegliches Verständnis von Solidarität, Demokratie und Fairness fehlt. Mir ist es eigentlich vollkommen unerklärlich, wie erwachsene Menschen sich zu solch einer Empörung hinreißen lassen können. Die Kommentare von Frau Beuster-Brenn, Herrn Klaus Berger und Frau Stephanie Kadur sowie weiterer anonymer Verfasser*innen zeigen, dass es sich hierbei auch nicht um Einzelfälle handelt – um so erstaunlicher für mich.

Ein 12 jähriger Schüler wird von der Schule gemobbt, weil sein Vater am Verhalten des Schulleiters Kritik geübt hat!

Wollen Sie mir tatsächlich unterstellen, dass es mir hier um „meineMacht geht? Sehen Sie gar nicht, dass es um einen Kampf gegen Macht- und Hilflosigkeit geht und um die Ohnmacht, dass die Institution Schule so viel Druck ausüben kann, dass Schüler und Eltern darunter zerbrechen?

Der Schulleiter, die sich ihm solidarisierenden Lehrer*innen und Eltern haben ihre Macht ausgespielt, um sich nicht in eine kritische Auseinandersetzung begeben zu müssen.

Wenn der stellvertretende Schulleiter Herr Negraszus behauptet, dass ich mit dieser Internetseite die Schule und den Schulleiter mobben würde, ist dies doch eine vollkommene Verdrehung der Tatsachen und es ist erstaunlich, was mein Offener Brief vom 6. März 2016 an Ausgrenzungs- und Mobbingpotenzial ans Tageslicht befördert hat.

Die Institution Schule kann aufgrund ihrer Strukturen, Netzwerke und manifestierten gesellschaftlichen Position Gegner nach Belieben ausschalten und verdrängen, ohne dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden oder sich rechtfertigen zu müssen? Es sieht so aus, dass dies von Lehrern, Eltern und vor allem der Schulleitung als selbstverständlich vorausgesetzt und von der Schulaufsicht scheinbar sogar gebilligt wird.

Eine Verdrängung und Ausgrenzung von Kritikern wird natürlich niemals eine große Gruppe treffen, sondern nur einzelne oder wenige Personen. Wichtig für die Schule (Institution oder Machthaber) ist es, dass die Opfer keine Chance auf Solidarisierung und Öffentlichkeit erhalten, da das Problem oder die Kritik sonst zu einem eigenen Problem werden könnte. Deshalb entsteht bei einigen eventuell der Eindruck, dass es sich hier „nur“ um persönliche Probleme handelt. Leider ist Mobbing kein Problem einer einzigen Person, die man nur eliminieren muss, um dem delinquenten Verhalten der VIELEN Herr zu werden. Durch die Vertreibung der gemobbten Schüler hat die Schule nicht das Problem beseitigt, sondern sogar noch jene Verhaltensweisen gestärkt, die Mobbing überhaupt erst möglich machen: Duldung von Ausgrenzung und Gewalt, Stigmatisierung sowie die Förderung einer Kultur des Wegschauens!

Genau diese Ausdrucksformen sind Formen der Macht, die jene zu spüren bekommen, die sich dieser Macht widersetzen. In unserer Auseinandersetzung hat es am Ende das schwächste Glied getroffen, nämlich ein Kind. Die mobbenden Täter laufen währenddessen weiterhin erhobenen Hauptes über die Flure dieser Schule. Der Schulleiter hat mit seinem Verhalten deutlich gemacht, dass er eben auch nicht davor zurückschreckt, Kinder für den Erhalt seiner eigenen Macht, seiner Interessen und aufgebauten Strukturen opfern zu lassen oder sogar selbst zu opfern.

Dass sich Frau Zimmer als Vorsitzende der GEV scheinbar für diesen Machterhalt instrumentalisieren lässt und dafür sogar das Protokoll der GEV-Versammlung vom 10. März fälschen würde oder vermutlich schon gefälscht hat, ist auch Ausdruck der Macht des Schulleiters Tobias Barthl. Denn welche freie, liebende und engagierte Mutter oder welcher Vater, würde ein solches Verhalten schützen, wenn doch auch das eigene Kind in eine solche zermürbende Mühle geraten könnte.

Wie können Sie nur glauben, dass nicht auch Sie oder Ihr Kind, in eine ähnlich prekäre Situation geraten kann. Glauben Sie wirklich, dass Sie Angepasstheit und Stillhalten davor schützen werden? Die Lobeshymnen auf die Schule und den Schulleiter, wie sie von einigen Elternvertreter*innen bei der GEV-Versammlung vom 10. März gesungen wurden, können einem diesen Eindruck leicht vermitteln.

Seien Sie sich aber bitte darüber im Klaren, dass dies bei den betroffenen Kindern und Eltern, die es auch derzeit noch am Grünen Campus Malchow gibt, zu einer grenzenlosen Hilflosigkeit und Ohnmacht führt und sich in ganz unterschiedlicher Form kanalisieren wird (wie z.B. Depression, Aggression o.ä.).

Mit Ihrer E-Mail und Ihren Äußerungen zeigen Sie, dass Sie für diese Ohnmacht und Hilflosigkeit kein Verständnis haben. Sie sehen im Schulleiter T. Barthl, dem Lehrpersonal und der GEV-Vorsitzenden Frau Zimmer die Opfer, die von einigen Kritiker*innen an einen Pranger gestellt werden.

Ich kann Ihnen hier nochmals versichern, dass es mir in keiner Weise um einen Machtkampf geht, sondern um Gerechtigkeit, Transparenz und der Bekämpfung meiner eigenen Ohnmacht.

Es würde mich sehr freuen, wenn Sie meinen Standpunkt durch diese E-Mail besser verstehen und mein weiteres Engagement für eine freie, offene, fürsorgliche und demokratische Schule tolerieren und vielleicht sogar unterstützen.

Ich wünsche Ihnen noch eine angenehme Woche und sende die besten Grüße

Christian Mantey

P.S.: Die Internetseite und Ihre Scham davor

Ich kann Ihnen dazu nur mitteilen, dass sich die Eltern des Grünen Campus Malchow vermutlich noch vor der nächsten GEV mit Herrn Barthl, den Elternvertreter*innen und der GEV in Verbindung setzen wollen, um einige Themen in das GEV-Gremium zu tragen. So weit ich gehört habe, wird es um das Fach WAT und die Montagsinfo gehen und ich habe gehört, dass sich die Eltern auch der Schule vorstellen möchten. Vielleicht haben Sie auch Lust mitzumachen. Ich denke, dass sich die Eltern über weitere Engagierte freuen würden.

 

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