Berufsorientierung (BVBO) am GCM – Selbstauskunft gem. § 34 Abs. 1 BDSG

Am 28. Juni 2016 stellten Eltern des Grünen Campus Malchow eine Anfrage an den Förderverein für arbeitslose Jugendliche e.V. zu erhobenen und verarbeiteten Daten im Rahmen des Berliner Programms zur vertieften Berufsorientierung für Schülerinnen und Schüler. In diesem Artikel veröffentlichen und dokumentieren wir den Verlauf der Anfrage an den Maßnahmeträger.


Berlin, 28. Juni 2016

Sehr geehrte Damen und Herren,

unser Kind nahm seit September 2015 an dem „Berliner Programm vertiefte Be­rufs­orientierung für Schülerinnen und Schüler“, das von Ihrem Bildungsträger an der Gemeinschafts­schule Grüner Campus Malchow durchgeführt wurde, teil.

Wir erteilten Ihnen auf dem Anmeldeformular das Einverständnis, personenbezogene Daten von Ihrem Träger an die Agentur für Arbeit weiterzugeben. Sie erhielten auch die Erlaubnis, die Daten noch bis zu zwei Jahre nach Beendigung der Maßnahme aufzubewahren.

Darüberhinaus geht aus dem BVBO-Programm u.a. hervor, dass in Modul II sogenannte Kompetenz­fest­stellungen nach einem Kompetenzfeststellungsverfahren vorgenommen werden.

Ich möchte Sie bitten, mir alle die von Ihnen erhobenen Daten zu unserem Kind zu nennen, zu welchem Zweck sie erhoben und an welche Institutionen sie weitergeleitet wurden (Bundesagentur für Arbeit, Schule etc.).

Ferner teilen Sie mir bitte mit, mit welchem Kompetenzfeststellungsverfahren Sie Ihre Beurteilungen vorgenommen haben.

Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen

Antwort

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BVBO – Selbstauskunft – gesamte Antwort ->

2. Anfrage zur Selbstauskunft an den Förderverein für arbeitslose Jugendliche e.V.

Berlin, 9. Juli 2016
Förderverein für arbeitslose Jugendliche e.V.
Betreff: Selbstauskunft gemäß § 34 Abs.1 BDSG. Ihr Schreiben vom 04. Juli 2016


Sehr geehrte Frau Brandt,

vielen Dank für Ihre Antwort auf mein Schreiben vom 28. Juni 2016.

Leider haben Sie mir nicht alle der von mir geforderten Auskünfte erteilt.

Ich möchte Sie hiermit nochmals bitten, mir die folgenden Informationen zukommen zu lassen: 

  1. Welche Daten wurden von Ihrem Konsortium bzw. Träger von meinem Kind erfasst (wie z.B. personenbezogene Daten?
  2. Auch das Modul I (Berufsfelderkundung) baut laut Modulbeschreibung auf eine „voran­ge­gan­gene Stärken- und Interessenermittlung auf“. Ferner sieht das Modul für jede Schülerin und jeden Schüler eine stärkenorientierte Dokumentation der gewonnenen Erkenntnisse vor. Haben Sie eine Stärken- und Interessenermittlung vorgenommen und eine stärken­orien­tierte Doku­men­tation erstellt? Wenn ja, möchte ich Sie bitten, mir detaillierte Auskünfte darüber zu er­tei­len.
  3. Von welchen Institutionen des Konsortiums haben Sie Daten von meinem Kind erhalten und welche Daten wur­den von Ihnen an Institutionen des Konsortiums weitergeleitet (wie z.B. Schule, Bundes­agentur für Ar­beit – Berufseinstiegsbegleiter, Senatsverwaltung, Bildungs­dienst­leister bzw. Ansprechpartner in Berlin Lichtenberg – Bildungsmarkt Vulkan GmbH etc.)? 

Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen

Antwort

BVBO Selbstauskunft 2
BVBO – Selbstauskunft – gesamte Antwort ->

3. Anfrage zur Selbstauskunft an den Förderverein für arbeitslose Jugendliche e.V.

Berlin, 03. November 2016
Förderverein für arbeitslose Jugendliche e.V.


Sehr geehrte Frau Brandt,

mit diesem Schreiben muss ich mich wiederholt an Sie wenden, da Sie in Ihrem Schreiben vom 04. Juli 2016 behauptet haben, dass Sie im Rahmen Ihrer Veranstaltung keine Daten unseres Sohnes er­ho­ben und auch kein Kompetenzfeststellungsverfahren durchgeführt haben.

Leider muss ich Ihnen hier widersprechen, denn in dem Ordner des Berufswahlpasses meines Kindes fand ich vor einigen Tagen die Auswertung des Berufe-Universums von der Bundesagentur für Arbeit.

Für die Auswertung und Empfehlung wurden u.a. die folgenden personenbezogene Daten erhoben:

1. Vorname

2. Alter

3. Geschlecht

Ferner wurden zusätzlich folgende Daten erhoben:

4. Klassenstufe

5. Bundesland

6. Angestrebter Schulabschluss

Mein Sohn wurde nicht darauf hingewiesen, seine Daten zu anonymisieren und die Übertragung der Da­ten erfolgte über eine unverschlüsselte Internetverbindung, sodass die Informationen während der Über­tragung auch von anderen Personen gelesen werden konnten (s. Anhang). Beim Berufe-Universum handelt es sich um ein Assessment-Center-Verfahren, welches auch, entgegen Ihrer Behauptung, Potenziale und Kompetenzen ermittelt, analysiert und bewertet. Ich möchte Sie bitten, zu diesen Sachverhalten Stellung zu nehmen.

Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen

Berufe Universum der Bundesagentur
Berufe Universum der Bundesagentur mit einer unverschlüsselten Verbindung

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