Protokolle der Gesamtelternversammlungen – GEV 12/15 & 04/16

E-Mail an die GEV-Vorsitzende vom 4. Mai 2016
s.a. E-Mails: Verdacht auf Protokollfälschung der GEV-Versammlung vom 10. März 2016 und Vorbereitung zur Protokollfälschung der GEV-Versammlung


Sehr geehrte Frau Zimmer,

heute erhielten die Elternvertreter*innen von Ihnen eine weitergeleitete Nachricht des Schulleiters T. Barthl zum „Europäischen Protesttag von Menschen mit Behinderung – Lichtenberger Rathauswiesen – Ein barrierefreies Lichtenberg für alle„.

Vielen Dank für diese Information.

Da wir seit meiner E-Mail „Verdacht auf Protokollfälschung der GEV-Versammlung“ vom 24. April 2016 von Ihnen bisher zum Thema Protokolle und Protokollfälschung der GEV vom 10. März 2016 nichts mehr gehört haben, bin ich davon ausgegangen, dass Sie meine Aufforderung vielleicht noch nicht zur Kenntnis nehmen konnten oder bisher verhindert waren, um das Protokoll an die Elternvertreter*innen weiterzuleiten.

Ferner erreichte mich die Information, dass die GEV in der Versammlung vom 19. April 2016 beschlossen hat, das Protokoll in seiner unzensierten Fassung den Elternvertreter*innen zur Verfügung zu stellen. Auch die beantragten Änderungen zum Protokoll der GEV-Versammlung vom 19. Dezember 2015 sollten nach Beschluss eingearbeitet und den Vertreter*innen zur Verfügung gestellt werden.

Nunmehr zeigen Sie durch Ihren Hinweis auf den Protesttag, dass Sie sehr wohl meine Aufforderung gelesen haben müssen. Ich frage mich natürlich, weshalb Sie den Elternvertreter*innen die beiden Protokolle der Gesamtelternversammlung vom März 2016 und vom 19. Dezember 2015 (Wahlprotokoll) immer noch vorenthalten und auch auf meine Nachrichten bisher nicht geantwortet haben?

Sie wissen, dass alle zur Schule gehörenden Eltern, Lehrer*innen und Schüler*innen ein Einsichtsrecht in das Protokoll haben (s. Auszug Leitfaden für ElternvertreterInnen der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft – Protokoll –  Information).

Ich möchte Sie an dieser Stelle darauf aufmerksam machen, dass Sie durch Ihr höchst undemokratisches Verhalten all jene Elternvertreter*innen stärken, die sich in den letzten Monaten immer wieder gegen jegliche Kritik immun gezeigt haben und auch nicht davor zurückscheuten, durch Pöbeleien und Ignoranz, kritische Stimmen gar nicht erst zur Diskussion kommen zu lassen. Dass der Schulleiter Mobbing- und Ausgrenzung duldete und sogar forcierte, wurde von diesen Elternvertreter*innen hingenommen.

Das Protokoll von der GEV vom 10. März 2016 würde diese unfaire und unseriöse Verhaltensweisen des Schulleiters, der anwesenden Lehrer- und Elternschaft transparent machen und wäre ein Meilenstein für die Verbesserung eines demokratischen Umgangs an der Gemeinschaftsschule des Grünen Campus Malchow. Denn niemand in dieser Versammlung hätte sich dieses Verhalten erlaubt, wenn er/sie gewusst hätte, dass es protokolliert wird und wird es sich auch nicht mehr erlauben, wenn klar ist, dass man dagegen vorgeht und vorgehen kann.

Ich möchte Sie an dieser Stelle auch gern daran erinnern, dass bereits im Dezember des letzten Jahres massiv gegen Kritiker durch etliche Elternvertreter*innen vorgegangen wurde. Beispielhaft dafür ist die E-Mail, die wir am 17. Dezember 2015 unter dem Titel „Für alle die etwas bewirken wollen!!!“ von einer Elternvertreterin erhalten haben.

In dem damaligen Konflikt ging es um die Anfechtung Ihrer Wahl als GEV-Vorsitzende, da dem Schulleiter bei der Wahl erhebliche Verfahrensfehler unterlaufen sind. In den damals laufenden Auseinandersetzungen erhielten wir eine Aufforderung zur Unterzeichnung einer Online-Petition gegen die „Beschlagnahmung sowie weitere Ankündigungen zu Beschlagnahmungen von Sporthallen in unserem Bezirk„.

In dieser E-Mail wurde der bestehende Konflikt zu der befürchteten Sporthallennutzung für Flüchtlinge ins Verhältnis gesetzt und als nicht wichtig degradiert.

Nur ein einziger Elternvertreter kritisierte diese E-Mail öffentlich. Ich wollte damals nicht noch einen weiteren Graben eröffnen und schrieb die betreffende Person direkt an. Am 18. Dezember 2016 antwortete ich folgendermaßen:

„Sehr geehrte Frau/Herr K.,

ich habe mit großer Bestürzung  Ihre Mail gelesen.

Wir können gerne über das Für und Wieder der Flüchtlingsproblematik/-politik sprechen und auch im Speziellen über die Schließung von Turnhallen.

Wir haben bereits einen Vorgeschmack einiger Ansichten einiger GEV-Mitglieder im letzten Schuljahr dazu erhalten. Das Thema Flüchtlinge war bereits in der GEV angesprochen worden und mein ganz persönlicher Eindruck war, dass es nicht besonders schwer zu sein scheint, einige Mitglieder gegen Minderheiten in Wallung zu bringen.

Was Sie aber mit Ihrer Mail verursachen, ist eine richtig fiese Nummer. Wer gibt Ihnen überhaupt das Recht zu beurteilen, welche Diskussionen wichtig und welche unwichtig sind und ob diese etwas bewirken werden?

Wer weiter über den „GCM als rechtsfreien Raum“ und über die „§XY“ ungelöst diskutieren wollen brauchen nicht weiter lesen, denn hier sind Taten gefragt.

In den gesamten Diskussionen, die wir in der GEV angefangen haben (ob per Mail oder in der Versammlung), kommt es aus meiner Sicht immer wieder zu ganz schnellen Reaktionen, Minderheiten in eine Ecke zu stellen und anzuprangern. Gegen diese Form der Ausgrenzung und Isolierung habe ich ganz persönlich etwas und teile Ihnen deshalb ganz direkt mit, dass ich mit Ihrer Art ganz und gar nicht einverstanden bin.

Ich werde diese Nachricht nicht benutzen, um Sie öffentlich an irgendeinen Pranger zu stellen und auch nicht den Mailverteiler dafür missbrauchen, aber so geht es einfach NICHT.

Mit freundlichen Grüßen

C. Mantey“

Bereits im November 2015 wiesen wir (Elternvertretung der Klasse 8c) in unserem Offenen Brief an die GEV-Mitglieder auf Ausgrenzungen gegen Minderheiten hin und baten darum, diese offen und fair zu diskutieren:

Eine berechtigte Kritik nicht wahrnehmen zu wollen, ist in unseren Augen eine unerträgliche Scheinheiligkeit, die nur fälschlicherweise zu der Annahme führt, es sei alles in Ordnung.

Vielmehr betreiben und befördern wir damit die Ausgrenzung von Minderheiten und das Ergebnis wird noch mehr Misstrauen sein.“ (zit.: Offener Brief an die Mitgieder der GEV des Grünen Campus Malchow)

Sehr geehrte Frau Zimmer, ich fordere Sie zum wiederholten Male auf, die Protokolle der GEV vom 19. Dezember 2015 und 10. März 2016 zu veröffentlichen und damit endlich die Möglichkeit eines Umdenkens und demokratisch-fairen Handelns an der Gemeinschftsschule Grüner Campus Malchow zu ermöglichen.

Mit freundlichen Grüßen

C. Mantey

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